Mittwoch, 16. Februar 2011

Heller und Dunkler heissen nun...

Krause und Schlunzke

Haha! Endlich haben meine Jungs nun auch Namen!!! Die Namen stehen schon länger in meinem supi Rattennamenbuch, aber irgendwie musste ich länger überlegen, ob das auch passt. Nun wirken die Namen eher langsam und behäbig (ganz wie ihre Vorbilder^^) - wenn sie aber mal große dicke Hoodeds sind, passt das super...hoffe ich :)

Die Namen kommen von (Horst) Krause und (Gänse-) Schlunzke. Meine all-time-faves aus Polizeiruf 110 sowie den Filmen Krauses Fest und Krauses Kur (nicht Krause aber Schultze gets the Blues - unbedingt ansehen! Oberklasse!).

Dienstag, 8. Februar 2011

Schrille Schreier

Zu Hülf - ich habe Schreiratten! Defensive Abwehrhaltung gut und schön, aber meine Neuzugänge schreien dabei in einer Tour. Es ist wirklich unglaublich. Freddie niest - beide schreien. Harvey will sich zusammenrollen und ein Nickerchen halten - die Kleinen schreien ihm in's Ohr. Sowas hab' ich noch nicht erlebt. Demnächst steht der Tierschutz vor meiner Haustür. Sie wären benachrichtigt worden, weil ich offenbar irgendwem das Fell über die Ohren ziehe.

Ich musste unbedingt Bilder davon machen. Dunkler hat sich als Meisterschreier entpuppt, während Heller auch gerne mal im Bad (jep, Badewanne verlassen, sie laufen seit gestern im ganzen Bad...da fing auch die Schreierei an...) herumalbert.
Man beachte: Dunkler schnappt nicht, das Mäulchen ist permanent geöffnet und entlässt Arien. Er ist übrigens nicht in die Ecke gedrängt. Zwischendurch läuft er woanders hin und spielt mit Heller.
Man beachte 2: den Gesichtsausdruck von Freddie - er schaut genauso genervt wie ich ^^




Das die Truppe bereits im ganzen Bad läuft und ich mich traue, mit der Knipse zu hantieren, spricht für die bisher tolle Inti...Integration ;)

Montag, 7. Februar 2011

Integration? Läuft!

^^ um mal meinen Lieblingsblog zu zitieren. Gestern war der dritte Tag in der Badewanne und zum dritten Mal habe ich die Session nicht beendet, weil die Situation drohte zu eskalieren, sondern weil ich keine Lust mehr hatte. Gestern nach 1 Stunde. Kein Vergleich zu meinen letzten Intis. Die Kleinen benehmen sich wie erhofft sehr devot.

Das Ohrenschütteln hat mMn aufgehört. Zumindest eine gute Nachricht.

Sonntag, 6. Februar 2011

Arbeitsnamen: Dunkler und Heller

Juhu, ich war gestern wieder beim Tierarzt. Ich gehe kaputt, wer geht mit? Ich werde meinen Makler bitten, mir in dem Gebäude, wo sich die Praxis befindet, eine Wohnung zu besorgen. Ich könnte in Puschen zur Sprechstunde "Ach, im Wartezimmer ist es aber voll. Dann koche ich mir nochmal schnell einen Kaffe". Ich könnte die Tierarzthelferinnen bitten, in meiner Abwesenheit mal nach meinen Jungs zu schauen.
Plan B wäre weiterhin, einen Tierarzt zu heiraten. Da bin ich ja nun aber nicht die erste ("da stellste dich abba ma janz weit hinten an, Schätzelein").

Ich hab also meine Neuzugänge geschnappt und habe bei orkanböigem Wetter die diesjährige Fahrradsaison eingeleitet (da wird Radeln zum Abenteuer). Einer schlackert mit dem Köpfchen und legt ein Ohr an, der andere hat einen Knoten an der Kehle. Ich könnte jetzt schreien, aber ich habe mir überlegt, für's erste nicht weiter zu denken sondern nur zu funktionieren. Selbstmitleid ist eh scheiße und für die Kerlchen will ich nicht schwarzmalen. 
Da die Karteikarte Namen fordert, musste ich mir schnell eine Übergangsbezeichnung einfallen lassen: beide sind black hoodeds. Einer hat etwas mehr schwarzes Fell als der andere - voila: Dunkler und Heller.

Trotz meine Diagnose einer schweren eitrigen Innenohrentzündung, wahlweise auch ein riesiger Tumor, bekam Dunkler zunächst eine Ohrenspülung und Surolan. Ich soll ihn über das Wochenende beobachten. Evtl. lag nur eine Verschmutzung vor.
Heller hat von mir eine ähnlich finale Diagnose bekommen, der Arzt rät aber zunächst auch hier zur Beobachtung. Abszess, Tumor oder (Zungenboden?)Drüsenvergrößerung stehen im Raum. Wird es größer, soll ich sofort wieder antanzen.

Dunkler und Heller sind Abgabetiere, die am Dienstag in unsere Vermittlung kamen. Am Mittwoch habe ich sie mir angeschaut. Ich suchte Tiere, die körperlich meinen Jungs ganz klar unterlegen sind und sich damit möglichst schnell unterordnen = Jungtiere ab 3 Monaten, aber möglichst unter 5-6 Monaten wegen Territorialgebahren. Die beiden haben noch ein Kindergesicht, wiegen fast die Hälfte meiner Jungs und schienen mir in dem Rahmen zu liegen. Eingepackt, mitgenommen.

Willkommen ihr zwei. Ich bete inständig, dass sich meine Befürchtungen nicht bestätigen.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Humboldt und Charly † 28.01.2011



Letzte Woche Freitag musste ich Humboldt und Charly gehen lassen. Zwei Tiere an einem Tag, es war der schwerste Gang und der absolute Tiefpunkt meiner Rattenhalterlaufbahn. Nachdem ich mich am Wochenende völlig ausgeklinkt habe, schaffe ich erst jetzt diesen Eintrag hier.

Humboldt litt an einem Darmtumor. Schmerzmittel halfen nicht, er konnte nicht essen und nicht richtig laufen. Ausgerechnet Humboldt, der Professor, intelligent wie kein zweiter, immer unterwegs und immer gute Laune.

Charly, mit seinem großen Herzen und dem Lungentumor, drohte langsam zu ersticken. Er wollte, aber er konnte nichts mehr essen. Aus dem verspielten Kasper, der nichts lieber mochte als Ringkämpfchen mit der Menschenhand, wurde ein dünnes panisches etwas.

Das Leiden der beiden in den letzten Tagen war nicht mehr mit anzusehen. Sie waren noch keine 2 Jahre alt.

Beide hinterlassen jeweils einen Bruder. Harvey und Freddie sind jetzt zu zweit allein. Sie mögen sich eigentlich nicht unbedingt, rücken aber notgedrungen nun etwas zusammen. Das (Ratten)Leben rast weiter, und obwohl ich Humboldt und Charly noch sehr hinterherhänge, musste ich mich um eine Rudelerweiterung kümmern. Seit 9 Jahren bekomme ich immer nur dann neue Tiere, wenn ein Todesfall mich dazu zwingt. Derartig konditioniert, sind Neuaufnahmen für mich nie eine entspannte Angelegenheit. Vielleicht ein Fehler. Ich hoffe sehr, dass ich die richtigen für Harvey und Freddie gefunden habe. Zu ihnen die Tage später mehr.

Euch, Humboldt und Charly, wünsche ich alles Liebe. Grüßt mir alle. Wir sehen uns.

Montag, 10. Januar 2011

(Fast) alle krank

Humboldt hat eine Pumpatmung und bekommt seit letzter Woche Dienstag AB. Seit Samstag auch Freddie, weil waschechter Schnupfen -.- *seufz*

Meine drei Stooges: Humboldt, Charly, Harvey (v.l.n.r.)

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Schockdiagnose und Feiertage

So, die Eltern wirbeln in der Küche, der große Ansturm kommt erst in einigen Stunden und ich habe endlich noch etwas Zeit und Ruhe, den Blog zu aktualisieren.

Die letzten Wochen waren ziemlich hektisch. Zudem habe ich meinen lieben Hobo verloren und der nächste Schock kam nur 2 Tage später. Charly war am Donnerstag wieder sehr schlapp. Mit Kortison war er am nächsten Tag wieder mobil, ich hatte aber die Faxen dick und bin am Samstag mit ihm zum Tierarzt, um ihn endlich röntgen zu lassen.
Die Tierärztin überlegte nun auch nicht lange, auch wenn ihre Bedenken, einen herzkranken Ratz auf die Röntgenplatte zu zwingen, mehr als berechtigt waren. Reagierte Charly schon allein beim Abhorchen panisch, war es nun ein echter Kampf, ihn für das Röntgenbild einige Sekunden ruhig zu halten. Das muss man sich mal vorstellen: ein vertrauter Mensch hält einen im Schraubstockgriff und man weiß nicht wieso und weshalb und hat einfach nur noch Angst. Er wusste sich nicht anders zu helfen und hat mir in den Daumen gebissen. Das tat mir so Leid. Es hat wahnsinnig geblutet und ich habe ihn und den Röntgentisch einigermaßen besudelt - das Bild konnte aber gemacht werden. Zum Glück beim ersten Mal. Es gab schon "Fotoshootings", wo erst das 3. Bild klappte.
Das Bild war dann auch schonungslos deutlich. Man konnte das vergrößerte Herz erkennen...und eine tumoröse Veränderung in der Lunge. BAM - das saß. "Hallöchen, ich bin das Leben. Normalerweise plätschere ich so dahin, manchmal bin ich echt lustig, manchmal aber auch richtig fies. Diesem kleinen Rattenjungen habe ich nicht nur ein krankes Herz gegeben, sondern ihn zusätzlich noch mit einem inoperablen Tumor bedacht. Grüße!"

Ich bin niedergeschlagen mit meinem Charly wieder mit nach Hause geschlurft, mit Gedanken und Medikamenten zu seiner Palliativmedizin. Alles Scheiße!

Die Weihnachtsfeiertage verbringe ich nun allein in meiner alten Heimat. Begleitet von den Horrornachrichten zu Wetter und Verkehr, habe ich meine Jungs nun doch nicht wie üblich mit zu meinen Eltern mitgenommen. Ich kann mich hervorragend um mich selbst kümmern, wenn der Bus im Straßengraben oder der Zug in einer Schneeverwehung feststeckt. Mit den Nasen im Gepäck wäre ich einfach nur hilflos. Ich war am Sonntag mit M. bei I. und M. Die zwei haben mir wie selbstverständlich angeboten, die Jungs über die Feiertage zu übernehmen. Ich bin ihnen wahnsinnig dankbar. Dort haben sie ihre Ruhe und sie werden dort über die Feiertage genauso verwöhnt wie ich hier ;) Wir werden dann alle 5 im nächsten Jahr mal wieder auf unsere schlanke Linie achten *g*. Bis dahin: fröhliche Feiertage! Ich denk an euch, Jungs.