Posts mit dem Label Krankheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krankheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 25. Mai 2015

Corona-Kids


Was bisher geschah: wir haben Ende 2013 zwei Tiere mit schwerer ZNS-Störung ("Wackel-Dackel") aufgenommen. Sie wurden in einer Zoohandlung abgegeben und die Herkunft lässt aufgrund der Erkrankung schlimmes vermuten. Eine der Damen war trächtig und hat augenscheinlich gesunde Tiere (keine Wackelei) zur Welt gebracht. Die Jungtiere, 4 Jungs und 3 Mädchen, wurden jeweils komplett an Neurattenhalter vermittelt. Die 4 Jungs habe ich Ende 2014 wieder aufgenommen, weil die Halterin mit der Haltung aufhören wollte. Ich habe ihnen die Namen Luis, Iggy, Henry und Jerry gegeben. Von diesen 4 Jungs lagen im März erst Iggy und 8 Tage später Luis tot im Käfig. Es gab keinerlei Zeichen einer Erkrankung. Ich habe Iggy sofort in die Landesuntersuchungsanstalt für eine Sektion gegeben. Ergebnis:


Zwischenbefund Iggy


Das Schadensbild ließ den Arzt auf eine Virusinfektion schließen, also habe ich noch eine virologische Untersuchung beauftragt. Die dauerte auch noch nervenzerfetzend lange, da sie auch Anzuchtversuche unternommen haben.
Ergebnis:

Endbefund Iggy


Corona-Viren sind wohl nicht so selten und betreffen oft die Atemwege (auch wenn äußerlich keine Symptome wie Atemgeräusche feststellbar sind). Im Gegensatz zu den normalerweise beschriebenen Corona-Viren scheint dieser Typ aber relativ lange zu bestehen, wir gehen nämlich davon aus, dass bereits die Mutter und Tante infiziert sind, und dies an die Kinder weitergegeben hat, denn: die Besitzerin der 3 Mädels meldete, dass vor einigen Tagen auch eines ihrer Mädchen völlig unerwartet tot im Käfig lag (wir hatten sie schon im Vorfeld über unsere Untersuchungen informiert und uns nach dem Gesundheitszustand der Mädels erkundigt. Zu diesem Zeitpunkt konnte sie keine Erkrankungen beobachten).
So weit, so schlecht. Allerdings ist es nun so, dass die Besitzerin ebenfalls keine Lust/Zeit mehr für die Rattenhaltung hat und die Mädels wieder abgeben möchte (wollte sie schon vor dem Befund). Da die Corona-Kids auf keinen Fall mehr zu anderen Ratten dürfen, werde ich die Mädchen also zu mir nehmen, eine "Corona-Station" aufmachen, und ALLE - die Mädels und meine Jungs - aussterben lassen, ohne weitere Integration....

So fürchterlich die gesamte Situation ist, muss man noch von Glück im Unglück sprechen: es wurden die Kinder an Neurattenhalter vermittelt und beide (!) können/wollen aus diversen Gründen nicht mehr weiter machen. Der Schaden hält sich so also in Grenzen - "nur" 3 unbeteiligte Tiere wurden in Mitleidenschaft gezogen, bei klassischen Rattenhaltern mit mehr Tieren und mehr Integrationen hätten es weit mehr sein können.

Die Mädchen sind noch bei ihrer Halterin, ich werde aber die Aufnahme für Ende der Woche vorbereiten. Bin gespannt.

Hier noch ein Link zu Rattencoronaviren von Rattenliebe:
http://www.rattenliebe.de/Viren_SDA.html

Samstag, 16. August 2014

Tumor-OP Echo

Echo hat in der Leistengegend eine bzw. mehrere Tumore, die ihm am 07.08. entfernt wurden - soweit das möglich war. Die Abszess-Tumor-Kombination war teilweise mit dem Muskelgewebe verwachsen :/





Donnerstag, 28. November 2013

Karlsson

Ein Bild von Karlsson vom 23.10. mit seinen 3-4 Abszessen im Gesicht.
Das Gentamicin, was ich ihm täglich spritzen muss (ich gewöhne mich langsam dran und es kommt langsam etwas Routine auf), schlägt an, hoffentlich auch nachhaltig...ich habe Angst, dass sich die Scheiße irgendwo versteckt und nach Absetzen des AB wieder zuschlägt :/
Ich werde die Tage mal noch ein aktuelles Bild schießen. Insgesamt ist das Gesicht stark abgeschwollen und die wild wachsenden Krusten lassen sich immer schwerer, teilweise garnicht mehr entfernen.


Sonntag, 20. Juni 2010

Hobo hat Pasteurellen

Vor zwei Monaten, am 06.04.10, hat Hobo das erste Mal ein AB und Cortison gegen Atemwegsprobleme ("Kaffeekocher-Geräusch" in den oberen Atemwegen) bekommen. Langfristig hat es nicht angeschlagen und er hat dann ein zweites AB bekommen. Mitten in der Behandlung und nachdem die Symptome kurzfristig besser wurden, verschlechterte sich die Atmung wieder. Ich habe dann das AB abgesetzt und wir haben nach 5 Tagen einen Rachenabstrich genommen (am 25.05.10). Laut Antibiogramm (Ergebnis kam am 31.05.10) plagt ihn eine Pasteurellen-Spezies. Von den etwa 1 Dutzend AB/AB-Gruppen sollte etwa die Hälfte gegen die Bakterien helfen, die andere Hälfte nicht. Soweit kein nicht ganz so schlechtes Ergebnis, es hätte schlimmer kommen können.
Nach einem erfolglosen dritten AB bekommt er seit dem 15.06.10 jetzt das vierte.

Im Austausch mit anderen Haltern löste die Diagnose Pasteurellen keine Freudensprünge aus. Zudem scheinen sich die Erreger in Ecken zurückziehen zu können, die das AB nicht erreicht. Die Erkrankung kann chronisch werden.
Pasteurellen sind häufiger Auslöser für Atemwegserkrankungen (und auch einiger anderer Erkrankungen wie Neigung zu Abszessen, Augenentzündungen, Innenohrentzündungen) und können auch symptomlos still im Tier schlummern. Bei Ratten werden sie allerdings noch von Mycoplasmen getoppt. Zusammenfassend möchte ich sagen: alles totale Scheiße!

Ich befürchte, dass die Erkrankung bei Hobo chronisch bleibt. Und wie damit umgehen? Da Pasteurellen fast überall schlummern, hilft - vom moralischen Gesichtspunkt abgesehen - eine Isolierung kaum. Bei Kaninchen ist die Infektion gut untersucht und hier empfiehlt man Mast-Betrieben (*örgs*) nur klinisch gesunde Tiere in die Bestände zu holen (dort sind etwa 25 bis 100% der Individuen mit Pasteurellen infiziert.) Grundsätzlich sollte wohl die Erregerdichte ausgedünnt werden - das heisst dann Tiere regelmäßig auswechseln und erkrankte Tiere "ausmerzen" (*örgs2*). Es handelt sich dabei um Empfehlungen für Mastkaninchen, was ich aber damit sagen will: so richtig los werden kann man sie vermutlich nicht, erst recht nicht in der Heimtierhaltung, wo neue Tiere integriert werden und eine Untersuchung auf alle denkbaren offenen oder versteckten Infektionen (Mycos, Pasteurellen, usw.) wohl unrealistisch ist.

Verstärkte Hygienemaßnahmen können aber Helfen, die Erregerdichte zu verdünnen - das betrifft vor allem die Tränken, die wahre Bakterien-Brutstätten sind. D.h. noch mehr abkochen und Tränkenwechsel mit ordentlichem abtrocknen.

Ich werde Hobo noch weiter behandeln. Sollte keine Besserung eintreten, werde ich mit dem Tierarzt eine mögliche Langzeitbehandlung beraten, um zumindest die Symptome für ihn erträglich zu halten. Bis auf das Schnorcheln in den oberen Atemwegen, (was zumindest nicht auftaucht, wenn er schläft, so dass ich hoffe, dass der Schlaf für ihn das ist, was er sein soll - erholsam) ist er aktiv und eine Gewichtsabnahme ist nicht feststellbar. Ob seine "hoboesken" Stimmungsschwankungen mit der Erkrankung zu tun haben oder zu seinem Charakter gehören, vermag ich nicht zu sagen. Da er allerings schon vor Ausbruch der Krankheit so war, gehe ich eher von zweiterem aus ;)

Mit dem Beginn der Integration warte ich also noch etwas.