Posts mit dem Label Tierarzt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tierarzt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 5. November 2013

Hodentumor (als Integrationshelfer?)

Bilbo hat einen Hodentumor. Die Ärztin hat mich zu möglichen Effekten eines solchen Tumors aufgeklärt. Je nach Zelle, die da gerade entartet ist, können die Tumore auch Hormone produzieren - und zwar sowohl Testosteron als auch Östrogene. Das kann dazu führen, dass die Jungs vermännlichen...oder verweiblichen. Sowohl körperlich, als auch vom Verhalten her.
Da fiel mir siedendheiss ein, dass Bilbo der zweite männliche Ratz war, den ich beim Ohrenwackeln bewundern durfte. Beim Besteigungsversuch seiner Integrationsgenossen hat er den Rücken durchgedrückt und mit den Ohren gewackelt. Ich glaube, wir haben für dieses Verhalten nun die Ursache. Ob das auch der Grund war, weshalb grumpy Bilbo so leicht zu integrieren war? Keine Ahnung. Gut sozialisiert war er jedenfalls auch.

Donnerstag, 11. August 2011

Kastration

Schlunzke und Krause wurden gestern kastriert. Nachdem ich sie zu Jupp und Juri integriert habe, habe ich doch nach einigen Wochen wieder getrennt. Schlunzke und Krause sind total überdreht sobald es in den Auslauf geht. Entgegen meiner Hoffnung hat sich das nach der Trennung aber nicht geändert. Schmieren, puscheln, borsteln und zwar nahezu non-stop. Hätte ich das so gelassen, wären sie in einigen Monaten ein Fall für den Kardiologen gewesen.
Zum Glück waren sie nicht in der Form aggressiv, dass für Jupp und Juri oder gegenseitig Gefahr für Leib und Leben bestand. Das war auch der Grund, weshalb ich so lange gezögert habe.

Aktuell herrscht noch Katerstimmung im Käfig. Arme Bärchen...

Ich hasse Kastrationen. Nach nahezu 10 Jahren sind das erst Nummer 2 und 3, die ich wegen Hormonen kastrieren lassen muss.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Am Ende des Tunnels

Am 08.06. musste ich Freddie einschläfern lassen. Er bekam Schnappatmung, wenn er etwas herumlief oder sich anderweitig anstrengte. Mit dem Hineinsetzen in die Transportbox setzte wieder Schnappatmung ein und hörte nicht auf, bis er einschlief :( Dabei war er schon so aufgeregt, dass die Tierärztin noch nachspritzen musste. Es hat diesmal sehr lang gedauert..

Wie bereits vorher abgesprochen, habe ich ihn am nächsten Tag in die Landesuntersuchungsanstalt zur Obduktion gebracht. Dem Tierarzt ergeklärt worum es ging...und abgewartet.
Ende letzter Woche kamen erste Ergebnisse, die mir die Tierärztin am Telefon erläuterte: eine hochgradige Lungenentzündung - keine Bakterien gefunden, AB müsste also die Wirkung getan haben. Also keine multiresistenen Keime.
So.
Lungenentzündung.
Was wie wo? Die Ärztin sagte vorweg, dass das Ergebnis etwas unbefriedigend wäre und geriet ins erzählen, dass man gerade bei Ratten frühzeitig behandeln müsse, wenn Atemwegsprobleme auftauchen, wobei ich ja immer früh kommen würde...sie geriet etwas ins Schleudern. Dazu muss ich von einer Situation erzählen, die ich hier eigentlich schon immer aufschreiben wollte: ich bin mit Freddie früher mal wegen "ich bin mit seiner Gesamtsituation unzufrieden" (irgendwie verändertes Verhalten aber insgesamt diffust Symptome) zu ihr wegen Rundumcheck. Sie konnten nichts feststellen (abhorchen uä) und sie erzählte mir von begrenzten diagnostischen Möglichkeiten und bla - und schließlich der Klopper: "sie kommen aber auch immer bei allem gleich her". Ich hab sie verblüfft angesehen und angestrengt überlegt, ob es wohl eine Krankheit gibt, bei der Tierhalter zwanghaft aus sozialen Kontaktgründen oder so zum Tierarzt gehen, ohne dass das Tier wirklich krank ist. Ich habe dann entschieden, dass sie das damit nicht ausdrücken wollte sondern nur auf die unterschiedlichen Sensbilitäten der Halter gegenüber den Tieren hinweisen.

Wir haben Freddie eigentlich eine medikamentöse Rundumversorgung gegeben. Dass die Lungenentzündung nicht in den Griff zu bekommen war, hinterließ bei der Ärztin wie bei mir einen bitteren Geschmack. An welcher Stelle hatten wir etwas falsch gemacht? Ohne das auszusprechen wollten wir erstmal auf weitere Ergebnisse warten.

Die kamen dann gestern. Diagnose: Lungentumor.
Erleichterung. Die Ärzte hatten nicht falsch oder ungenügend behandelt, ich brachte ihn nicht zu spät zum Arzt und: Es sind offenbar keine schwierigen Keime im Rudel!


Die vier Übriggebliebenen wohnen mitlerweile zusammen im ganzen Dom. Ohne Freddie war der weitere Integrationsverlauf relativ unproblematisch.
Bei uns kehrt nun ein geregelter Tagesablauf und Ruhe ein. Ich glaube, es ist wieder Licht zu sehen.

Sonntag, 6. Februar 2011

Arbeitsnamen: Dunkler und Heller

Juhu, ich war gestern wieder beim Tierarzt. Ich gehe kaputt, wer geht mit? Ich werde meinen Makler bitten, mir in dem Gebäude, wo sich die Praxis befindet, eine Wohnung zu besorgen. Ich könnte in Puschen zur Sprechstunde "Ach, im Wartezimmer ist es aber voll. Dann koche ich mir nochmal schnell einen Kaffe". Ich könnte die Tierarzthelferinnen bitten, in meiner Abwesenheit mal nach meinen Jungs zu schauen.
Plan B wäre weiterhin, einen Tierarzt zu heiraten. Da bin ich ja nun aber nicht die erste ("da stellste dich abba ma janz weit hinten an, Schätzelein").

Ich hab also meine Neuzugänge geschnappt und habe bei orkanböigem Wetter die diesjährige Fahrradsaison eingeleitet (da wird Radeln zum Abenteuer). Einer schlackert mit dem Köpfchen und legt ein Ohr an, der andere hat einen Knoten an der Kehle. Ich könnte jetzt schreien, aber ich habe mir überlegt, für's erste nicht weiter zu denken sondern nur zu funktionieren. Selbstmitleid ist eh scheiße und für die Kerlchen will ich nicht schwarzmalen. 
Da die Karteikarte Namen fordert, musste ich mir schnell eine Übergangsbezeichnung einfallen lassen: beide sind black hoodeds. Einer hat etwas mehr schwarzes Fell als der andere - voila: Dunkler und Heller.

Trotz meine Diagnose einer schweren eitrigen Innenohrentzündung, wahlweise auch ein riesiger Tumor, bekam Dunkler zunächst eine Ohrenspülung und Surolan. Ich soll ihn über das Wochenende beobachten. Evtl. lag nur eine Verschmutzung vor.
Heller hat von mir eine ähnlich finale Diagnose bekommen, der Arzt rät aber zunächst auch hier zur Beobachtung. Abszess, Tumor oder (Zungenboden?)Drüsenvergrößerung stehen im Raum. Wird es größer, soll ich sofort wieder antanzen.

Dunkler und Heller sind Abgabetiere, die am Dienstag in unsere Vermittlung kamen. Am Mittwoch habe ich sie mir angeschaut. Ich suchte Tiere, die körperlich meinen Jungs ganz klar unterlegen sind und sich damit möglichst schnell unterordnen = Jungtiere ab 3 Monaten, aber möglichst unter 5-6 Monaten wegen Territorialgebahren. Die beiden haben noch ein Kindergesicht, wiegen fast die Hälfte meiner Jungs und schienen mir in dem Rahmen zu liegen. Eingepackt, mitgenommen.

Willkommen ihr zwei. Ich bete inständig, dass sich meine Befürchtungen nicht bestätigen.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Schockdiagnose und Feiertage

So, die Eltern wirbeln in der Küche, der große Ansturm kommt erst in einigen Stunden und ich habe endlich noch etwas Zeit und Ruhe, den Blog zu aktualisieren.

Die letzten Wochen waren ziemlich hektisch. Zudem habe ich meinen lieben Hobo verloren und der nächste Schock kam nur 2 Tage später. Charly war am Donnerstag wieder sehr schlapp. Mit Kortison war er am nächsten Tag wieder mobil, ich hatte aber die Faxen dick und bin am Samstag mit ihm zum Tierarzt, um ihn endlich röntgen zu lassen.
Die Tierärztin überlegte nun auch nicht lange, auch wenn ihre Bedenken, einen herzkranken Ratz auf die Röntgenplatte zu zwingen, mehr als berechtigt waren. Reagierte Charly schon allein beim Abhorchen panisch, war es nun ein echter Kampf, ihn für das Röntgenbild einige Sekunden ruhig zu halten. Das muss man sich mal vorstellen: ein vertrauter Mensch hält einen im Schraubstockgriff und man weiß nicht wieso und weshalb und hat einfach nur noch Angst. Er wusste sich nicht anders zu helfen und hat mir in den Daumen gebissen. Das tat mir so Leid. Es hat wahnsinnig geblutet und ich habe ihn und den Röntgentisch einigermaßen besudelt - das Bild konnte aber gemacht werden. Zum Glück beim ersten Mal. Es gab schon "Fotoshootings", wo erst das 3. Bild klappte.
Das Bild war dann auch schonungslos deutlich. Man konnte das vergrößerte Herz erkennen...und eine tumoröse Veränderung in der Lunge. BAM - das saß. "Hallöchen, ich bin das Leben. Normalerweise plätschere ich so dahin, manchmal bin ich echt lustig, manchmal aber auch richtig fies. Diesem kleinen Rattenjungen habe ich nicht nur ein krankes Herz gegeben, sondern ihn zusätzlich noch mit einem inoperablen Tumor bedacht. Grüße!"

Ich bin niedergeschlagen mit meinem Charly wieder mit nach Hause geschlurft, mit Gedanken und Medikamenten zu seiner Palliativmedizin. Alles Scheiße!

Die Weihnachtsfeiertage verbringe ich nun allein in meiner alten Heimat. Begleitet von den Horrornachrichten zu Wetter und Verkehr, habe ich meine Jungs nun doch nicht wie üblich mit zu meinen Eltern mitgenommen. Ich kann mich hervorragend um mich selbst kümmern, wenn der Bus im Straßengraben oder der Zug in einer Schneeverwehung feststeckt. Mit den Nasen im Gepäck wäre ich einfach nur hilflos. Ich war am Sonntag mit M. bei I. und M. Die zwei haben mir wie selbstverständlich angeboten, die Jungs über die Feiertage zu übernehmen. Ich bin ihnen wahnsinnig dankbar. Dort haben sie ihre Ruhe und sie werden dort über die Feiertage genauso verwöhnt wie ich hier ;) Wir werden dann alle 5 im nächsten Jahr mal wieder auf unsere schlanke Linie achten *g*. Bis dahin: fröhliche Feiertage! Ich denk an euch, Jungs.

Montag, 15. November 2010

Gruppenfoto!...und Tierarzt

 Ein Bild der frisch integrierten im Dom :D


Dann war ich mit Charly noch beim Tierarzt. Seine Atmung macht weiterhin sorgen und die Tierärztin hält (wie ich) eine Herzgeschichte für möglich. AB und Dimazon wurden verabreicht. Morgen fahren ich nochmal hin und dann schauen wir mal, was sich tut.

Ich habe zur genauen Auflistung der Medikamente inkl. Menge/Körpergewicht und Anzahl der Gaben pro Tag einen neuen Blog erstellt. Leider kann ich hier keine "interne" Seite einrichten, die sich sperren lässt. Also der Umweg über einen neuen Blog.

Sonntag, 15. August 2010

Integration (19/20/21/22), Tierarzt, Gewichtsverlust

Über Integrationstag 19 (Donnerstagt) hüllen wir das Mäntelchen des Schweigens. 20min Wohnzimmer - unmöglich.
Tag 20: 3 Stunden Bad - alle genervt
Tag 21: 1 Stunde Bad, neue Strategie (massive Einmischung), alle sichtlich entspannt, auch nach Beendigung der Treffen
Tag 22: das gleiche

Ich musste mit Charly am Samstag zum Tierarzt wegen schlechter Atmung (nicht hörbar aber sichtbar). Er hat Terra und Pred bekommen - Montag geht es wieder hin.

Alarmierend ist der Gewichtsverlust der beiden AB-Patienten Hobo und Charly. Möglicherweise liegt es am Medikament - beide Einbrüche erfolgen soweit ich das rekonstruieren kann (Charly wog am 13. noch 605) erst nach der Gabe. Ich werde mit der schonenden Intimethode weitermachen und täglich das Gewicht kontrollieren.

Dienstag, 10. August 2010

No. 5

Hobos Pasteurellen melden sich wieder verstärkt zu Wort. Er hat heute etwas Pred und sein 5. AB bekommen.
Baytril
Terramycin
Cefalexin
Amoxiclav
Trimethoprim/Sulfadiazin

...armer Bub. Nur nich' häng'n lass'n, Bärchen!