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Dienstag, 8. Februar 2011

Schrille Schreier

Zu Hülf - ich habe Schreiratten! Defensive Abwehrhaltung gut und schön, aber meine Neuzugänge schreien dabei in einer Tour. Es ist wirklich unglaublich. Freddie niest - beide schreien. Harvey will sich zusammenrollen und ein Nickerchen halten - die Kleinen schreien ihm in's Ohr. Sowas hab' ich noch nicht erlebt. Demnächst steht der Tierschutz vor meiner Haustür. Sie wären benachrichtigt worden, weil ich offenbar irgendwem das Fell über die Ohren ziehe.

Ich musste unbedingt Bilder davon machen. Dunkler hat sich als Meisterschreier entpuppt, während Heller auch gerne mal im Bad (jep, Badewanne verlassen, sie laufen seit gestern im ganzen Bad...da fing auch die Schreierei an...) herumalbert.
Man beachte: Dunkler schnappt nicht, das Mäulchen ist permanent geöffnet und entlässt Arien. Er ist übrigens nicht in die Ecke gedrängt. Zwischendurch läuft er woanders hin und spielt mit Heller.
Man beachte 2: den Gesichtsausdruck von Freddie - er schaut genauso genervt wie ich ^^




Das die Truppe bereits im ganzen Bad läuft und ich mich traue, mit der Knipse zu hantieren, spricht für die bisher tolle Inti...Integration ;)

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Schockdiagnose und Feiertage

So, die Eltern wirbeln in der Küche, der große Ansturm kommt erst in einigen Stunden und ich habe endlich noch etwas Zeit und Ruhe, den Blog zu aktualisieren.

Die letzten Wochen waren ziemlich hektisch. Zudem habe ich meinen lieben Hobo verloren und der nächste Schock kam nur 2 Tage später. Charly war am Donnerstag wieder sehr schlapp. Mit Kortison war er am nächsten Tag wieder mobil, ich hatte aber die Faxen dick und bin am Samstag mit ihm zum Tierarzt, um ihn endlich röntgen zu lassen.
Die Tierärztin überlegte nun auch nicht lange, auch wenn ihre Bedenken, einen herzkranken Ratz auf die Röntgenplatte zu zwingen, mehr als berechtigt waren. Reagierte Charly schon allein beim Abhorchen panisch, war es nun ein echter Kampf, ihn für das Röntgenbild einige Sekunden ruhig zu halten. Das muss man sich mal vorstellen: ein vertrauter Mensch hält einen im Schraubstockgriff und man weiß nicht wieso und weshalb und hat einfach nur noch Angst. Er wusste sich nicht anders zu helfen und hat mir in den Daumen gebissen. Das tat mir so Leid. Es hat wahnsinnig geblutet und ich habe ihn und den Röntgentisch einigermaßen besudelt - das Bild konnte aber gemacht werden. Zum Glück beim ersten Mal. Es gab schon "Fotoshootings", wo erst das 3. Bild klappte.
Das Bild war dann auch schonungslos deutlich. Man konnte das vergrößerte Herz erkennen...und eine tumoröse Veränderung in der Lunge. BAM - das saß. "Hallöchen, ich bin das Leben. Normalerweise plätschere ich so dahin, manchmal bin ich echt lustig, manchmal aber auch richtig fies. Diesem kleinen Rattenjungen habe ich nicht nur ein krankes Herz gegeben, sondern ihn zusätzlich noch mit einem inoperablen Tumor bedacht. Grüße!"

Ich bin niedergeschlagen mit meinem Charly wieder mit nach Hause geschlurft, mit Gedanken und Medikamenten zu seiner Palliativmedizin. Alles Scheiße!

Die Weihnachtsfeiertage verbringe ich nun allein in meiner alten Heimat. Begleitet von den Horrornachrichten zu Wetter und Verkehr, habe ich meine Jungs nun doch nicht wie üblich mit zu meinen Eltern mitgenommen. Ich kann mich hervorragend um mich selbst kümmern, wenn der Bus im Straßengraben oder der Zug in einer Schneeverwehung feststeckt. Mit den Nasen im Gepäck wäre ich einfach nur hilflos. Ich war am Sonntag mit M. bei I. und M. Die zwei haben mir wie selbstverständlich angeboten, die Jungs über die Feiertage zu übernehmen. Ich bin ihnen wahnsinnig dankbar. Dort haben sie ihre Ruhe und sie werden dort über die Feiertage genauso verwöhnt wie ich hier ;) Wir werden dann alle 5 im nächsten Jahr mal wieder auf unsere schlanke Linie achten *g*. Bis dahin: fröhliche Feiertage! Ich denk an euch, Jungs.

Sonntag, 20. Juni 2010

Neue Namen für Eddie und Chicco

Mir fällt die Namensfindung regelmäßig unheimlich schwer. Ich habe mich jetzt eine Stunde durch Namenslisten gequält. Irgendwann kam mir die Idee, aus den vorhandenen Namen einfach neue abzuleiten - dann ging es schnell:

aus Eddie wird Freddie
aus Chicco wird Charly

Sehr schön :D

Montag, 14. Juni 2010

Eddie und Chicco das erste Mal im Auslauf

Die zwei haben sich doch gestern im Laufe des Tages sichtlich entspannt. Abends haben sie sogar angefangen, zaghaft miteinander herumzualbern - immer mit einem vorsichtigen Auge auf mich, während ich Geschirr spülte.

Also habe ich sie heute schon in den Auslauf gesetzt und die Vorstellrunde konnte losgehen. Eddie kam als erster aus der Kuschelrolle. (Da sie dort gerade drin saßen und sich die Küche betrachteten und auch nicht vor hatten, diese in nächster Zeit zu verlassen, habe ich sie kurzerhand in der Kuschelrolle in den Auslauf gebracht.) Chicco kam kurze Zeit später auch raus und es wurde recht flott das Bad erkundet. Ich war zwar ungewohnt für sie, aber sie bewegten sich relativ ungezwungen um mich herum und ließen sich sogar dazu hinreissen, etwas auf mir herumzuklettern.

Zwei ganz tolle Jungs - ich bin begeistert :D

Sonntag, 13. Juni 2010

Herzlich Willkommen Eddie und Chicco!

Ich habe gestern die zwei neuen Jungs für mein Rudel abgeholt. Willkommen ihr zwei! Es sind absolute Schätze und nach noch nichtmal 24 Stunden bin ich schon ganz hin und weg von ihnen.
Eddie und Chicco lebten in einem 4-er Rudel, welches aus persönlichen Gründen abgegeben werden musste. Sie alle kamen in einer ziemlich kurzfristigen Aktion am 16. Mai in die Pflegestelle. Dass sie bereits, nur einen Monat später, vermittelt und in ihr neues Zuhause ziehen können, ist ein Glücksfall. Heute ziehen die anderen zwei nach Halle. Normalerweise warten ausgewachsene Böcke lange und müssen evtl. sogar noch kastriert werden, um die Vermittlungschancen zu erhöhen. Das bleibt gottseidank allen vieren erspart!
Was ihnen nicht erspart bleibt, ist die Trennung als Rudel. Die Chance, dass jemand Kapazitäten für alle vier Tiere hat, ist zwar nicht ausgeschlossen, aber leider auch verschwindend gering. Mir tat es trotzdem Leid, sie aus ihrer Familie zu fischen und - aus ihrer Sicht - wieder einfach irgendwohin mitzunehmen.

Nun sind sie seit gestern in ihrem neuen Übergangskäfig. Beide sind recht vorsichtig, haben nur kurz und oberflächlich ihr Heim erkundet und es dann vorgezogen, sich getrennt jeweils in eine Kuschelröhre und die Toilette zurückzuziehen. Durch die Unsicherheit sprang natürlich sofort mein Glucken-Modus an - ganz klar, die zwei müssen beschützt und betüddelt werden :) Und ich muss ihnen etwas mehr Eingewöhnungszeit geben, als ursprünglich geplant. Bei ihnen werde ich die magischen 3 Tage nutzen und erst am Dienstag mit ihnen in den Auslauf gehen. Bis dahin haben sie hoffentlich ihren Käfig als sicheren Rückzugsort akzeptiert. Bis jetzt ist das noch nicht so richtig der Fall, aber gerade eben hat sich zumindest schon einer in das Häuschen gewagt. Bisher zogen sie die Kuschelröhre mit 3 möglichen Fluchtwegen dem Häuschen mit nur einem Ausgang vor.



Mit ihnen kam folgender "Mutti-Zettel", wie wir das hier immer nennen:
Chicco (durchgehender Rückenstrich) Juli 2009
etwas frech, nimmt die Hand gerne als Spielpartner und den Menschen als Klettergerüst, ärgert aber gerne die anderen, muss dadurch öfter mal ein paar Kratzer einstecken

Eddie (unterbrochener Rückenstrich) Juli 2009
etwas schüchtern und flutschig, dadurch aber auch der Unterlegene in der Rangfolge, muss daher auch ab und zu mal einstecken
Alle wurden in der Pflegestelle gegen Haarlingsbefall behandelt und sind nun beschwerdefrei.

Ich bin gespannt auf die Integration und wie sie sich bei Erfolg im Rudel entwickeln. Die zwei könnten sich gut mit Harvey und Humboldt verstehen. Der impulsive Hobo wird ein Problem. Einen ersten Kontakt werde ich vermutlich nächstes Wochenende probieren.

Achso - die Namen werden sie mit ziemlicher Sicherheit nicht behalten - zumindest Chicco geht garnicht. Aber da lass ich mir noch etwas Zeit, ich muss sie dafür noch näher kennenlernen.