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Sonntag, 2. Februar 2014

Und schon die ersten Inti-Bilder (2. Tag)

Echo (l) und Schneemann (r) beäugen sich.

Bilbo (l) und Echo (r) sehen aus wie Papa und Sohn, so niedlich :)

Bilbo sichtlich genervt. Die Kleinen benehmen sich wie alte Haudegen von der Straße, dabei sind es solche Minis^^

Bei Ben habe ich mich mit einem Drop für die integrationstechnische Unannehmlichkeit entschuldigt.

Papa und Sohn äh Bilbo und Echo

Echo, mein (k)Rätzchen :)

Schneemann schmiert wie...ein alter Haudegen. Unglaublich, wie er sich einnäßt.

Echo :)

Joshi mit Jungspund am Hintern.

Samstag, 12. Oktober 2013

Im Reagenzglas

Ich habe gestern mal eine "Testzusammensetzung" der drei Neuzugänge mit Bilbo gewagt. Bilbo findet Menschen zwar zum borsteln bekloppt, ich halte ihn aber für ganz gut sozialisiert, was seinesgleichen betrifft. Er hat ja auch lange mit drei Kumpels gelebt - er ist also kein Fall von Zweierverprägung.

Ich habe einen kleinen Auslaufbereich im Schlafzimmer abgesperrt und zunächst das Trio reingesetzt und dann Bilbo. Die drei haben sich sofort an seine Fersen geheftet und ihn von oben bis unten abgeschnüffelt. die haben ü-ber-haupt keine Distanz gewahrt. Bilbo hat geborstelt und sich zunächst schnüffelnd im neuen Gebiet orientiert. Der absolute Klopper war Karlsson. Der kleine "Wildfang" - der kleinste der ganzen Truppe(!) - versuchte unentwegt, Bilbo im Nacken zwangszuputzen! Da rutscht mir echt das Herz in die Hose. Ich habe dann den Test beendet, weil ich gestern keine Verletzten riskieren wollte.
Der kleine Wildfang ist zwar ein Mini, glaubt aber tatsächlich, er sei Herkules....

Freitag, 18. Mai 2012

Seit 2 Tagen...

...sind meine 6 Jungs nun zusammen. Es ist soo toll! Die Inti war traumhaft und es macht soo viel Spaß im Wohnzimmer zu sitzen und alle kaspern um einen herum. Bin so glucklich! :)

Sonntag, 13. Mai 2012

Auf zu neuen Abenteuern!

Was bisher geschah:

Krausi und Schlunzke sind leider über die Regenbogenbrücke gegangen. Krausi stand schon unter mehrmonatiger Behandlung wegen eines nicht in den Griff zu bekommenden Atemwegsinfektes. Schlunzke entwickelte einen üblen Tumor im Bauchraum, der nicht zu operieren war.
Damit waren Jupp und Juri allein, was sich extrem schlecht auswirkte. Sie waren absolut lustlos und verließen ihren abendlichen Auslauf schon nach einer halben Stunde um im Käfig zu schlafen.

Zu dem Zeitpunkt sah es auch irgendwie in der Vermittlung schlecht aus...was sich natürlich ruckefix änderte, wobei meine Suchkriterien es nicht einfacher machten: es sollten 3 Tiere sein (1 oder 2 Tiere waren ein völliges Ausschlusskriterium) und sie sollte jünger als Jupp und Juri sein. So. Nach Warten, Schauen und Rücksprache mit meiner Vermittlerin zogen 4 Youngster ein, die als "Fundtiere" abgegeben wurden und nach Gewicht und Körperbau zu urteilen etwa 4 bis 5 Monate alt waren. Ein totaler Glücksfall, zumal die Integration - sie läuft aktuell noch - traumhaft läuft (erstes Treffen 30 Minuten und nach 4 Tagen schon gemeinsamer Auslauf im Wohnzimmer..alles klar? *yeah!* :)

Soweit zum "was bisher geschah". Nun geht es zu neuen Ufern und Abenteuern, weil ich aktuell ein Thema in Angriff nehme, was mich bisher tatsächlich kaum interessiert hat. Ernährung. 
Meine Rudel bekommen "Alleinfuttermittel" und Frischfutter und gut is. Ich fütterte etwa 3 Jahre auch Pelletfutter (SSSR), was alle wahnsinnig gern frassen. Ausgerechnet mein Verhaltensstudium und alle Fragen des  "Enrichments" führten dazu, dass ich wieder zu Rattima wechselte. Enrichment bedeutet "Bereicherung". Es umfasst die Umwelt (Käfig- und Auslaufausstattung), das Verhalten (Beschäftigung durch Spielzeug oder Nahrungssuche) und ... die Sinne: also auch Fühlen und Schmecken. Unabhängig von abwechslungsreichem Frischfutter sollten meine Jungs also auch unterschiedliche Körner und Korngrößen händeln, aufbeißen, schälen, riechen und schmecken.
Um das ganze noch auf die Spitze zu treiben, habe ich mir gedacht, dass Rattima auf Dauer ja auch eigentlich immer nur das gleich bietet - und was kann man seinen Tieren eigentlich noch alles anbieten? Und überhaupt.. Ernährung... da spukt noch etwas in meinem Kopf rum:

Ein Futter soll "ausgewogen" sein. Was heisst das? Es soll alle Nährstoffe enthalten. Nun wissen wir, dass sich die Nährstoffbedarfe ändern. Die Alleinfuttermittel sind aber alle gleich. Und selektieren können die Tiere auch nicht, wenn das Futter erst dann erneuert wird, wenn alles aufgefressen wurde. Eigentlich fördert dies eben gerade keine ausgewogene Ernährung. Grundsätzlich ist selektieren gut. Von Menschenkindern wissen wir, dass sie - wenn sie alles, wirklich alles angeboten bekommen - nach anfänglichen Pommes- und Schokoparties ihre Ernährung regulieren und zwar in Richtung ausgewogen (und gesund). Und so gehe ich davon aus, dass eine "ausgewogene" reichhaltig Nahrungspallette und ein ausgewogenes reichhaltiges Leben auch bei Ratten zur gesunder "Futterselektion" führt. Problem: auffuttern bis zum letzten Krümel kann es dann nicht geben, weil sie dann wieder nicht nach ihrem speziellen Nährstoffbedarf selektieren können.Übrigens kann Nahrung auch heilen. Denken wir an Kräuter oder Wurzeln. Und viele Tiere (uns eingeschlossen) futtern dann tatsächlich entsprechende Pflänzchen...wenn sie denn zur Verfügung stehen..

Ok, das umreisst zumindest grob meine Gedanken. Problem: ich habe von Nahrungsmitteln null Ahnung. Zweites Problem: so richtig interessiert mich das ganze chemische Zeugs nicht. Aber: ich stelle selbst gerade meine Ernährung um und finde neue Lebensmittel spannend und ich will meine fürchterlichen botanischen Kenntnisse verbessern. Da lässt sich also doch vielleicht etwas verbinden.

Und zwei Dinge sind klar: Eigenmischungen sind sehr teuer (weil Bio und weil sie eben nicht alles auffressen müssen, bevor sie neues bekommen - also viel weggeschmissen wird) und der Zeit-/Lernaufwand ist enorm.

Aktuell sind wir dabei, alles mögliche kennen zu lernen und es wird noch sehr sehr lange dauern - falls überhaupt(!) - bis ich Eigenmischer werde. Bis dahin bekomme sie ihr Rattima ad libitum und den neuen Kram als Ergänzung.

Trockenkram
Ich bin in den Bio-Supermarkt (klar, für meine Jungs nur Bio) und habe zig Päckchen gekauft. 4-Flocken-Mischung (ok. kommt mir noch bekannt vor), Amaranth (hä?), Goldhirse (können das Menschen auch essen?), Sesam ungeschält (wie ist da jetzt genau der Unterschied), Reis (fressen das Ratten auch ungekocht?) und pipapo gekauft. Ich und meine Jungs werden uns da erstmal durchfuttern, was unseren Ernährungshorizont - vor allem meinen - extrem erweitert.
Goldhirse ist der absolute Topp-Seller. Während Amaranth total ignoriert wird. (Mal sehen, was ich daraus kochen kann).

Feuchtfutter
Neben Obst und Gemüse will ich ihnen mehr Kräuter und Grünkram (Wurzeln, Gräser, wasweisich) anbieten. Hierbei muss ich lernen, was sie essen dürfen, wie es aussieht und wo ich es finde. Einiges will ich selbst ziehen, für anderes unternehme ich Feldzüge durch die Stadt. Ich habe nämlich keinen Garten, und da muss man sich etwas einfallen lassen. Dabei helfen mir baumkunde.demundraub.org und meine Geocaching-Kenntnisse, denn: ein Geocacher kennt Orte, von denen du keine Ahnung hast (leg dich also  nie mit einem Geocacher an^^). Zumindest für Apfelbaumzweige habe ich durch das Cachen eine tolle "Location" gefunden.

Montag, 19. September 2011

mischen complete

So, seit Freitag den 16.09. sind sie in gemeinsamen Dom-Abteilen. Erst zwei - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste - dann drei, in den nächsten Tagen wird dann das 4. und letzte geöffnet.

Krausi hatte Freitag/Samstag schlechte Tage (leicht gerrrreizt), aber alles in allem läuft es absolut cremig. Bin sehr glücklich. Hoffentlich bleibt das auch so - die kleinen Buben schlittern jetzt in die soziale Pubertät...

Freitag, 9. September 2011

Selbstintegration

Die Integration läuft wie von selbst. Ich muss kaum mehr ein Auge haben und man lässt sich schon auf gemeinsame Ess-Runden auf dem Spielteppich herab. Fein fein :)

Donnerstag, 1. September 2011

Neustart

So, Wohnungsumzug erledigt, Internet und Telefon funktionieren immer noch nicht, aber zumindest kehrt langsam wieder etwas Alltag ein und damit auch *tada* die quasi Wieder-Integration meiner Jungs.
Sie laufen seit Samstag abend gemeinsam im neuen Zimmer/Auslauf. Es läuft solala.... Schlunzke und Krausi wollen immer noch rüpeln, puscheln aber nicht mehr und sind weniger ausdauernd bei der Kinderjagd.

Eine witzige Situation gab es aber schon: Jupp ist eigentlich ein liebes eher zurückhaltendes Kerlchen, neigt aber manchmal dazu, etwas gereizt gegenüber Juri zu sein. Er mag dann sein "an-spielen" nicht und boxt ihn rüde um. Kein Thema mehr, aktuell müssen sie ja zusammen halten.
Beide laufen vor den Großen weg. Einmal hat Krause den kleinen Jupp allerdings offenbar derart bedrängt, dass dieser wieder wild wurde, puschelte, boxte und trat. Krause hat dem noch etwas stand gehalten, ergriff aber dann erschrocken die Flucht. Er war so entsetzt von Jupps Gegenwehr, dass er geschlagene 20 Minuten in einer Ecke lag.
Jupps Selbstvertrauen reichte leider nicht, um aus dem Sieg etwas beständiges zu machen. Am nächsten Tag lief er wieder vor Krause weg. Er bräuchte einen Mentaltrainer^^

Es zeigt sich immer wieder: Ratten sind auch nur Menschen.

Freitag, 6. Mai 2011

Integrationsbilder

Das tolle am neuen Auslauf im Wohnzimmer: ich kann optisch etwas ansprechendere Fotos machen als im Bad :)

DAS ich nun auch eine Kamera in der Hand halten kann und nicht nur die Plastikkehrschaufel, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind :)

Schlunzke will Juri hier nicht etwa zwangsputzen - nein - er stützt sich lediglich auf ihm ab und nutzt ihn dabei als rattliches Schutzschild (rechts ausserhalb des Bildausschnittes ist nämlich Freddie...)

Krause zielt mit seiner Abwehrhaltung genau auf die Augen. Das unterscheidet sich ganz klar von der auch oft zu sehenden Zielrichtung Schnauze. Genau genommen sehe ich das bei Krause und Schlunzke das erste Mal. Und in der wiss. Literatur habe ich das so überhaupt noch nicht gelesen. Eine ziemlich haarige Angelegenheit - bei sowas perlen die Schweisstropfen von der Stirn. Bei uns allen.

Rudelbildung wie beim Fussball - und Juri mittendrin...

Alle müssen möglichst eng beieinander hocken. Ist doch verrückt. Juri der kleine Drops immer zwischen den Oberhornochsen.

Freitag, 15. April 2011

Schlunzke lernt

Hallo Blog, lang nicht mehr gesehen :) Nach einigen Unterbrechungen zwinge ich mich nun konsequent zur Integration. Es hat mich einige Überwindung gekostet, aber ich lasse ordentliche Prügeleien zu und ausser Fell-Flug passiert gottseidank nichts ernstes - zumindest nicht äusserlich. Seit einigen Tagen wächst Schlunzke über sich hinaus. Er hat festgestellt, dass weglaufen ausser Nachteilen nichts bringt. Er hat hinten keine Augen, im geschlossenen Raum keine echte Fluchtmöglichkeit, und Freddi schnappt regelmäßig aus und hetzt die beiden. Ich stehe wie ein Ringrichter dabei: "Deine Deckung! Achtung pass auf", oder "Schluss, Time Out, ab in eure Ecken!".
Vor einigen Tagen ist Schlunzke das erste Mal stehen geblieben und hat sich umgedreht und so Freddie zu einer Vollbremsung gezwungen. Für ihn ganz offensichtlich ein echtes Aha-Erlebnis was von mir mit einem "hervorragend, jetzt hast du's!" quittiert wurde. Er hat sich die Lektion tatsächlich gemerkt und anstatt wegzulaufen, stellte er sich in den darauffolgenden Tagen Freddie. Damit hat Freddie kaum noch einen echten Angriffspunkt und die Kämpfe werden seltener - nicht jedoch die Droh- und Drängelgebärden. Ein echtes Psychospielchen, bei dem man aber merkt, dass Schlunzke jeden Tag besser wird. Oft dreht Freddie ab und...unglaublich...läuft zu Harvey, räkelt sich vor ihm, tatscht ihm im Gesicht rum und will wahlweise von ihm bespielt oder beschmust werden (worauf Harvey regelmäßig keine Lust hat). Von Macker nach Freund in 0,2 Sekunden. Ich glaube, er will damit vor den Kleinen seine lässige Überlegenheit demonstrieren. Ratten sind Hornochsen. Meine jedenfalls. Und Freddie ganz besonders.
Gestern zeigte Schlunzke das erstem Mal Anzeichen von ungeduldiger Wut, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. Krimis sind nichts gegen eine zünftige Böckchen-Integration. Es bleibt spannend.

Heute ist Off-Day, ich muss den Dom putzen. Das dauert.

Am Montag habe ich zwei Neuzugänge aufgenommen. Die Kids Jupp und Juri. Zu ihnen später mehr.

Samstag, 13. November 2010

Integration - Klappe die Letzte!

Juhu! Gestern war der große Tag! Ich habe während ihres Auslaufs den Dom gewienert, die oberste Etage abgesperrt und die anderen drei eingerichtet - Jungs rein - Klappe zu - Schlüssel weg :D

Na, so ungefähr. Ich habe die Nacht auf dem Sofa verbracht um im Falle eines Falles sofort zur Stelle zu sein, aber: nüscht, nothing, nada - kein Quietschen, keine Kämpfe. Nur geschäftiges Treppen hoch Treppen runter Treppen hoch Treppen runter...*gähn-entsprechend viel Kaffe brauchte ich heute morgen. Ich könnte nie mit meinem Rudel in einem Zimmer schlafen*

Der Käfig als letzter Schritt der Integration kann oft nochmal echt schwierig werden, aber bei den Jungs hier war die Zeit reif, überreif. Fassen wir zusammen (Blog-sei-Dank, geht das jetzt ganz gut):
- Beginn:  27.06.
- Pausen: ca. 21 Tage (?)
- Käfig: 12.11.
~17 Wochen = 4 Monate +/- ein paar Gequetschte

Die Integration ist mit dem Gang in den gemeinsamen Käfig ja noch nicht beendet, aber - der Spruch "Gut Ding will Weile haben" bewarheitet sich immer wieder - ich denke, da die Nacht auch ohne Zickereien verlief, dass die Jungs auf einem super Weg sind, ein harmonisches Rudel zu werden :) Bin glücklich!!

Sonntag, 7. November 2010

Gotcha!

Ich hab die Truppe im Sack. Ich weiß es. Seit einer Woche laufen sie im Wohnzimmer zusammen. Es fliegen noch ab und an die Fetzen, besser gesagt das Fell,  aber das ist absolut kein Vergleich zum Zeitpunkt, bevor ich wegen Hobos Hoden unterbrechen musste. Die sind übrigens wieder normal. Im Bauchraum kann ich nichts ertasten. Seine Pasteurellen belästigen ihn weiterhin, aber so scheint er erstmal stabil. Sein Hormonproblem bleibt. Freddie braucht lange um zu verstehen, dass Hobo es nicht gut findet, wenn bei ihm jemand aufreiten will. Allerdings ist Hobo relativ langmütig - es dauert, bis er ausrastet und Freddi vermöbelt. Dies aber, wie gesagt, im Rahmen.

Sonntag, 12. September 2010

Integration (#)

Nach einer kleinen Blog-Pause, hier mal der aktuelle Stand.
Ich gebe es auf, die Integrationstage zu zählen. Nach dem letzten Blog-Eintrag zur Integration habe ich den Treffpunkt ins Schlafzimmer verlegt und die Zeit ausgedehnt. Ergebnis: keine besonderen Fortschritte.
Mit Beginn der Arbeitswoche habe ich beide Gruppen in den erweiterten Dom gepackt - getrennt durch das Absperrblech. Seitdem lasse ich sie jeden Abend zusammen im Wohnzimmer laufen. Ich bin entspannter; bei den Jungs ist die Großwetterlage unbeständig...heiter bis wolkig mit zeitweisen Sturmböen.
Mit Hobo und Charly klappt es nun besser. Harvey versucht aber jetzt, seine Position stärker zu verdeutlichen.
Alles in allem gibt es aber auch ausgiebige Entspannungsphasen. Permanente Jagd oder aufgepuschte Stimmung ist gottseidank Fehlanzeige. So können wir prima weitermachen.


Harvey in eine "Diskussion" vertieft.



Hobo entspannt.


Und holt sich beim "Turn-Around" ab und zu einen Snack.


Die Brüder Charly und Freddie beim Kuscheln.

Sonntag, 15. August 2010

Integration (19/20/21/22), Tierarzt, Gewichtsverlust

Über Integrationstag 19 (Donnerstagt) hüllen wir das Mäntelchen des Schweigens. 20min Wohnzimmer - unmöglich.
Tag 20: 3 Stunden Bad - alle genervt
Tag 21: 1 Stunde Bad, neue Strategie (massive Einmischung), alle sichtlich entspannt, auch nach Beendigung der Treffen
Tag 22: das gleiche

Ich musste mit Charly am Samstag zum Tierarzt wegen schlechter Atmung (nicht hörbar aber sichtbar). Er hat Terra und Pred bekommen - Montag geht es wieder hin.

Alarmierend ist der Gewichtsverlust der beiden AB-Patienten Hobo und Charly. Möglicherweise liegt es am Medikament - beide Einbrüche erfolgen soweit ich das rekonstruieren kann (Charly wog am 13. noch 605) erst nach der Gabe. Ich werde mit der schonenden Intimethode weitermachen und täglich das Gewicht kontrollieren.

Freitag, 6. August 2010

Integration (18)

soeinKACKSCHEIß! Nach 20 Minuten abgebrochen. Hobo war völlig verrückt. Sogar Harvey hat angefangen schnaubend -  in Worten - schaubend zu borsteln. Vermaledeiter 3. Tag. Morgen ist off-day.

(Und Humboldt hat die ganze Zeit mit seinem Snack-Ball gespielt... so ebbes liabs.)

Donnerstag, 5. August 2010

Integration (17)

Im Prinzip lief es heute im Wohnzimmer wie gestern: Hobo hat ab und zu geschoben und gedrängelt, es gab aber keine Hetzjagten. Nach einer Stunde kam es aber zu einem Kampf zwischen Hobo und Charly, nachdem Charly sich hingelegt hatte, Hobo hinzukam und vermutlich Zwangsputz im Sinn hatte. Ich musste dazwischen gehen und es hat etwas gedauert, bis sich alle in ihren Ecken etwas beruhigt haben. Jedes bepelzte Lebewesen hasst es, aber ich musste erstmal alle gegen den Strich strubbeln und auf Bisswunden untersuchen. Da ich keine fand, habe ich den Auslauf trotz der miesen Stimmung bei allen Beteiligten (einschließlich mir) fortgesetzt. Nach einer weiteren Stunde habe ich den Auslauf dann beendet.

Danach waren alle ziemlich geschafft. Die Küchenjungs haben sich in ihrem Käfig erstmal hingelegt, obwohl sie genau wissen, dass es um die Zeit Frischfutter gibt und sie dann normalerweise extrem mobil sind.
Kein Wunder. Die Jungs müssen über die ganze Zeit extrem aufmerksam sein (wo befindet sich gerade wer) und haben aufgrund der fehlenden Einrichtung auch keine Beschäfigungsmöglichkeiten, die Ablenkung bieten könnte. Da muss ich morgen etwas ändern. Ich werde eine Buddelkisten und etwas Kleinkram reinstellen Auf Häuschen werde ich aber noch verzichten.

Harvey hat heute extrem gepuschelt. Wenn es ihm nicht so ernst wäre, könnte man schmunzeln. Aufgrund seiner Körperfülle macht er dem Ausdruck "Klobürste" wirklich alle Ehre. Vermutlich fühlt er sich nun in der Pflicht, gewisse Dinge zu klären. Richtig durchsetzen wollte oder konnte er sich aber nicht. Er hielt sich dann im weitere Verlauf zurück.



Hobo in seiner typischen Haltung. Hüpfend bedrängelt er Charly, Freddie schaut alarmiert zu.



Ich habe mich schon an kleinen Ablenkungsmanövern versucht. Von links nach rechts: Humboldt, Hobo, Charly, Freddie, Harvey.



Freddie und Charly versuchen sich auf dem Sofa etwas zu entspannen. Freddie bleibt in Alarmbereitschaft und scannt die Umgebung.



Und wieder ein Gähnbild erwischt. Ich werde langsam Profi darin (habe am Vortag erst einen gähnenden Präriehund aufgenommen :).

Integration (15/16)

Montag gab es noch eine lange Integration im Bad. Dienstag habe ich ausfallen lassen. Ich habe stattdessen die Küchenjungs zum 4. oder 5. Mal im Wohzimmer laufen lassen, damit sie den Raum kennen und beim ersten gemeinsamen Auslauf nicht aufgrund von Gebietsunkenntnis in die Defensive geraten, weil sie sich erst orientieren müssen. Interessanterweise hat das nicht dazu geführt, dass die Dreierbande im Nachhinein gestresst am rumschnüffeln ist und sich möglicherweise noch gegenseitig in die Haare bekommt.

Wie geplant gab es dann heute den ersten Auslauf aller im Wohnzimmer - dem regulären Auslauf der "Alt"jungs. Der Auslauf auf neutralem Boden ist immer fürchterlich aufwändig und zeitfressend. Alles aufbauen, Jungs einpacken, laufen lassen und der ganze Kladderadatsch retour. Ich hasse es. Der Schritt ins Wohnzimmer wird deshalb von mir immer heiss ersehnt. Bei den einen muss ich nur die Tür aufmachen, die anderen sind schnell rübergetragen. Keine Auf- und Umbauten mehr - herrlich.

Zuvor habe ich allerdings sämtliche Rattendinge entfernt: Spielteppich, Sputnik, großes Holzhaus, kleines Holzhaus, Playmobil-Bauernhaus, Super Pet Pop-Up-Burg und diverser Kleinkram. Selbst die Toilette kam raus. Noch schnell den Boden gewischt und das Werk betrachtet: so sähe also mein Wohnzimmer ohne Rattenhaltung aus - fürchterlich.

Ich habe die Jungs allerdings erstmal wieder im Bad laufen lassen. Das wollte ich eigentlich wieder rund 1,5 Stunden machen. Zu meiner Überraschung war Hobo heute aber die Lässigkeit in Person. Kein Puscheln, er hat geschoben und gedrängelt und sich dann aber schnell anderen Dingen zugewandt. Charly hat das auch bemerkt und wurde etwas forscher - hat ihm sogar mit den Pfoten am Fell gezogen. Es folgte etwas verstärktes Schieben und Drängeln und die Sache war wieder gegessen. Hobo hat sich einfach nicht provozieren lassen. Ich war begeistert - und schnell gelangweilt. Die Jungs scheinbar auch. Die Zeit zog sich wie Kaugummi. Nach 45 Minuten habe ich die zwei Gruppen in zwei Boxen ins Wohnzimmer gebracht, Deckel auf und.....nichts. Die Jungs setzten das Verhalten fort, was sie schon im Bad zeigten. Keine Hetzjagden, keine Kampfknäul. Nur Humboldt puschelte erstmalig leicht. Damit konnte er aber auch niemanden beeindrucken und er hat es dann auch sein lassen.

Die Küchenjungs entspannten sich und trotteten durch das (nun völlig reizlose) Zimmer, die anderen drei lagen meist nur irgendwo in der Gegend herum. Nur unterbrochen von Essen, Trinken....und ab und zu Schieben und Drängeln. Nach 45 Minuten - Hobo zeigte an, dass er nun wirklich wieder in seine Burg will und bitteschön endlich flux mal Abendessen - habe ich alle wieder in ihre Betten verteilt.

Klasse. Das lief weit besser als erwartet. Jetzt bin ich wirklich gespannt auf morgen :)

Sonntag, 1. August 2010

Integration (12/13/14)

Aus beruflichen Gründen war es diesmal nur eine kurze Integrationswoche. Die Jungs wissen sich langsam einzuschätzen und sie lassen es bei Gerangel bewenden - bzw. Hobo lässt es bei Gerangel bewenden. Humboldt, Harvey und Freddie versuchen dem auszuweichen. Ich setze mich mittlerweile dazu und biete auch Essen und Trinken an. Dies wird alles ohne verschärfte Aggression untereinander gut angenommen.
Ich werde die Treffen jetzt noch 2 Tage im Bad durchführen. Für Mittwoch plane ich dann erstmalig den gemeinsamen Auslauf im Wohnzimmer.

Sonntag, 25. Juli 2010

Integration (9/10/11)

Die vier "Kleinen" haben sich im neutralen Auslauf arrangiert. Da gibt es keine Schwierigkeiten mehr.

Hobo wird auch lockerer, vermutlich weil Charly nur noch in der Defensive ist und das auch deutlich macht. Das muss Hobos Selbstverständnis bauchpinseln. Das Problem ist, dass Hobo je nach Laune eine Klopperei erzwingen will. In den letzten Tagen kam es dazu aber gottseidank nicht, weil Charly und Freddie gelernt haben, sich dem zu entziehen.

An den zweiten Integrationsschritt ist noch nicht zu denken, aber zumindest zeichnet er sich am Horizont ab. Da habe ich schon Intis mit weit schlechteren Aussichten gehabt.
Ich werde mich mal dazu setzen, Essen reinstellen....halt solche Dinge tun, aufgrund dessen sich die Truppe nochmal neu justieren muss. (Ratten sind so fürchterlich perfekt im "Anpassen" und "Aussitzen" - warum auch nicht. Sie können nicht wissen, was ich vorhabe und finden es aktuell vermutlich einfach nur seltsam, dass ich sie einmal am Tag in einen fremden Raum mit fremden Tieren setze. Anpassen und Aussitzen ist da die sinnvollste Strategie).

Samstag, 17. Juli 2010

Integration (6/7)

Am Donnerstag habe ich einen Teil des Bads abgesperrt und die Inti dort fortgesetzt. Charly hatte eindeutig Oberwasser, strubbelte diesmal auch leicht und wollte sich mit Hobo anlegen. Da die Situation wieder eine ganz andere war als in der Wanne, habe ich nach kurzer Zeit abgebrochen.

Gestern nun die Fortsetzung - wieder 20 Minuten. Fell flog das erste Mal zunächst zwischen Harvey und Charly, anschließend zwischen Charly und Hobo. Beides ging von Charly aus, der, so hatte man den Eindruck, es endlich mal wissen wollte.
Hobo war anschließend extrem aufgeregt und schnatterte mit den Zähnen.
Charly war anschließend extrem beeindruckt. Er verlagerte die Zweikämpfe im Folgenden auf's Drängeln, hielt sich aber ansonsten fern. Einmal ließ er sich zu einem zaghaften angedeuteten Defensiv-Biss Richtung Hobo hinreissen. Ich war ziemlich erstaunt. 1:0 für Hobo. Eine alte Straßenratte (so seine Fundgeschichte stimmt) kann man eben nicht so leicht vom Hocker reissen.

Ein Erfolgserlebnis hatte Charly aber doch: Humboldt hat sich sowas von wiederstandslos unterworfen. Er tat mir erst ein wenig leid, aber am Ende war er der einzige, der relativ entspannt durch den Auslauf schlenderte.
Humboldt ist das vielleicht intelligenteste Kerlchen in meiner Truppe. Er bleibt immer am Ball, ist der geschickteste "Wegefinder" und der schnellste "Such-Spiel"-Löser. Nur jeglichen Machtspielen geht er aus dem Weg - vielleicht auch eine Form der Intelligenz ;) Leider ist er dadurch auch der Letzte in der zugegeben kleinen Gruppe. Wobei sein Bruder Harvey immer sein wichtigster Bezug ist und er in ihm einen stets verlässlichen und vertrauten Bruder findet. Dennoch: ich bin gespannt, wie sich er und Freddie machen.

Harvey steht wahrlich zwischen den Stühlen. Im Gegensatz zu Humboldt kann er eine Position verlieren, hat aber nicht die Chuzpe von Hobo, dass so auch umzusetzen.

Samstag, 10. Juli 2010

Integration (5)

Am Donnerstag gab es das 5. Treffen. 25 Minuten Ruhe mit der normalen Unruhe - aber keine ernsten Auseinandersetzungen. Bisher läuft alles erstaunlich unaufgeregt. Man merkt, dass beide Parteien stärker sozialisiert sind als Tiere, die nur Zweierhaltung kennen.
Charly wird selbstbewusster und sucht aktiv Hobos Nähe. Er hat eine Situation genutzt und ihn leicht am seitlichen Hals geputzt - keine klassische Zwangsputz-Region. Vielleicht - so meine heimliche Hoffnung - hieß das: "Reg dich ab" mit dem möglichen Nachsatz: "wir sitzen doch alle in einem Boot in einer Wanne, und sollten erstmal zusehen, wie wir hier rauskommen."
Jepp, der nächste Schritt ist also der Boden des Bads.