Ein schneller Nachtrag zur frühen Stunde: Humboldt nimmt wieder normal am Auslauf teil (gut, er und Freddie begegnen sich noch etwas reserviert, aber ok) und frisst auch wieder normal auf der 2. Etage am gemeinsamen Frischfutternapf.
Die "Aussprache" vorgestern scheint Erfolge erzielt zu haben :)
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Montag, 13. Dezember 2010
Der Fall Humboldt - Nachtrag (...und ein Ende)
Sonntag, 12. Dezember 2010
Der Fall Humboldt - Die Lösung (...aber kein Ende)
"Watson! WATSON!! Heureka ...Heurekahahaaa!!"
Ein ohrenbetäubender Lärm dringt aus der Küche und Sekunden später steht Watson im Türrahmen - mit Tomatensoße besudelt und die Hälfte eines Tellers in der Hand. Holmes betrachtet Watson etwas verblüfft. Wie sieht der Mann nur aus?
Watson wartet ungeduldig: "Um Gottes Willen, Sir, was ist los?" Holmes sitzt auf dem Sofa, die Decke über seine Beine gelegt und darauf liegt Humboldt gemütlich zusammengerollt und blinzelt schläfrig zur Tür. Sie Szene passt überhauptnicht zu den aufgeregten Rufen des Detektives.
"Watson, ich habs! Ich hab die Lösung im Fall Humboldt!"
"Im Ernst?" Watson legt den Rest des Tellers weg und kommt erstaunt zum Sofa.
"Schauen sie mal, Watson, was Humboldt da an seinem Schwanz hat."
"Das ist Schmutz, Sir. Das ist mir auch schon aufgefallen."
"Schnickschnack Holmes, schauen sie genau hin."
Watson beugt sich über Humboldt: "Ich sehe dort eine Verschmutzung."
Holmes schnauft "Genauer Watson, und bitte keine Spekulationen."
"Also gut. Ich sehe an ...exakt drei Schwanzschuppen etwas...dunkles."
"Sehr gut! Und jetzt passen sie mal auf."
Holmes dreht den Schwanz leicht. Ein Stück weiter auf der gegenüberliegenden Seite ist etwas ähnliches zu sehen. Nun ist Watson auch aufgeregt. "Aber Sir, das ist ja..".
"Richtig" triumphiert Holmes "hier gibt es eine zweite Stelle an der anderen Seite. Es würde zu Zähnen passen. Es ist kein Dreck. Es ist ein Bisswunde."
"Wir haben ihn überall abgesucht."
"Aber nicht am Schwanz. Und man erkennt es nur als Bisswunde, wenn man zufällig beide Stellen auf einmal sieht."
"Erstaunlich! Es ist so winzig. Es wird noch nicht mal eine Narbe bleiben."
"Aber trotzdem war es schmerzhaft. Ich fasse zusammen: Humboldt hat vermutlich Freddie bedrängt. Ich glaube nicht, dass Freddie angefangen hat. Wenn sich die beiden begegnen, ist er nämlich genauso vorsichtig wie Humboldt. Beide haben Angst voreinander. Unglaublich, nicht wahr? Es gab eine Rauferei. Dabei wurde Humboldt schmerzhaft gebissen, wenn auch nicht sehr heftig. Beide sind über die Rauferei erschrocken, Humboldt ist aufgrund des Bisses aber weit vorsichtiger geworden in den letzten Tagen."
"Und Harvey?" fragt Watson.
"Nun, so ganz werden wir das nicht herausbekommen. Vielleicht hat er die Rauferei mitbekommen, vielleicht war er auch im gewissen Sinne daran beteiligt. Und vielleicht überträgt sich die Alarmbereitschaft seines Bruders - seines Pech-und-Schwefel-Bruders - auch auf ihn. Allgemein ist er aber Freddie gegenüber weit entspannter als Humboldt."
"Unglaublich. Holmes, sie sind wahrlich ein Meisterdetektiv! Es sind alles nur Indizien, aber es passt alles hervorragend zusammen!"
Holmes streichelt mit einem bestätigenden nicken Humboldt. "Ach Watson, haben sie das Essen schon fertig?"
-------------------------------------------------------------------------
Das solls jetzt aber gewesen sein mit Watson und Holmes. Ein zweiter Teil war nicht geplant, einfach auch deshalb, weil ich nicht mehr an eine Lösung geglaubt habe. Aber als ich gestern in genau der Situation wie oben beschrieben Humboldts Verletzung gefunden habe, war das Ende schnell ausgedacht.
Dennoch hat sich gestern noch etwas erstaunliches ereignet, was ich hier nun - ganz konventionell - dokumentieren will.
Gegen 23 Uhr waren alle im Dom schlafen, bis auf Freddie und Humboldt. Ich hörte das aufgeregte Getrappel und schaute nach, was los ist. Humboldt lief leicht geplüscht hinter Freddie her, der in das Holzhaus rannte. Humbold lief direkt hinter das Haus, woraufhin Freddie wieder aus dem Haus rauskam und wiederum Humboldt hinterher lief. Es folgte ein etwa einstündiges (!) abwechselndes (!) Jagen, unterbrochen von ängstlichem schnüffelnd gegenüberstehen. Die Runden gingen von der Holzhütte, zum Playmobilhaus, zum Papierkorb und über mein Sofa wieder zur Holzhütte. Während der Zeit gab es keinerlei Körperkontakt. Kein Schubsen, kein Drängeln. Ich habe soetwas noch nie gesehen. Es scheint die erstaunliche Art und Weise eines Versuches zu sein, einen Konflikt zu lösen. Soetwas kommte vermutlich dabei raus, wenn beide Tiere im Grunde eher zurückhaltend sind. Und es unterstützt meine Annahme, dass sich bei der potenziellen Rauferei beide gleichermaßen erschreckt haben.
Ein ohrenbetäubender Lärm dringt aus der Küche und Sekunden später steht Watson im Türrahmen - mit Tomatensoße besudelt und die Hälfte eines Tellers in der Hand. Holmes betrachtet Watson etwas verblüfft. Wie sieht der Mann nur aus?
Watson wartet ungeduldig: "Um Gottes Willen, Sir, was ist los?" Holmes sitzt auf dem Sofa, die Decke über seine Beine gelegt und darauf liegt Humboldt gemütlich zusammengerollt und blinzelt schläfrig zur Tür. Sie Szene passt überhauptnicht zu den aufgeregten Rufen des Detektives.
"Watson, ich habs! Ich hab die Lösung im Fall Humboldt!"
"Im Ernst?" Watson legt den Rest des Tellers weg und kommt erstaunt zum Sofa.
"Schauen sie mal, Watson, was Humboldt da an seinem Schwanz hat."
"Das ist Schmutz, Sir. Das ist mir auch schon aufgefallen."
"Schnickschnack Holmes, schauen sie genau hin."
Watson beugt sich über Humboldt: "Ich sehe dort eine Verschmutzung."
Holmes schnauft "Genauer Watson, und bitte keine Spekulationen."
"Also gut. Ich sehe an ...exakt drei Schwanzschuppen etwas...dunkles."
"Sehr gut! Und jetzt passen sie mal auf."
Holmes dreht den Schwanz leicht. Ein Stück weiter auf der gegenüberliegenden Seite ist etwas ähnliches zu sehen. Nun ist Watson auch aufgeregt. "Aber Sir, das ist ja..".
"Richtig" triumphiert Holmes "hier gibt es eine zweite Stelle an der anderen Seite. Es würde zu Zähnen passen. Es ist kein Dreck. Es ist ein Bisswunde."
"Wir haben ihn überall abgesucht."
"Aber nicht am Schwanz. Und man erkennt es nur als Bisswunde, wenn man zufällig beide Stellen auf einmal sieht."
"Erstaunlich! Es ist so winzig. Es wird noch nicht mal eine Narbe bleiben."
"Aber trotzdem war es schmerzhaft. Ich fasse zusammen: Humboldt hat vermutlich Freddie bedrängt. Ich glaube nicht, dass Freddie angefangen hat. Wenn sich die beiden begegnen, ist er nämlich genauso vorsichtig wie Humboldt. Beide haben Angst voreinander. Unglaublich, nicht wahr? Es gab eine Rauferei. Dabei wurde Humboldt schmerzhaft gebissen, wenn auch nicht sehr heftig. Beide sind über die Rauferei erschrocken, Humboldt ist aufgrund des Bisses aber weit vorsichtiger geworden in den letzten Tagen."
"Und Harvey?" fragt Watson.
"Nun, so ganz werden wir das nicht herausbekommen. Vielleicht hat er die Rauferei mitbekommen, vielleicht war er auch im gewissen Sinne daran beteiligt. Und vielleicht überträgt sich die Alarmbereitschaft seines Bruders - seines Pech-und-Schwefel-Bruders - auch auf ihn. Allgemein ist er aber Freddie gegenüber weit entspannter als Humboldt."
"Unglaublich. Holmes, sie sind wahrlich ein Meisterdetektiv! Es sind alles nur Indizien, aber es passt alles hervorragend zusammen!"
Holmes streichelt mit einem bestätigenden nicken Humboldt. "Ach Watson, haben sie das Essen schon fertig?"
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Das solls jetzt aber gewesen sein mit Watson und Holmes. Ein zweiter Teil war nicht geplant, einfach auch deshalb, weil ich nicht mehr an eine Lösung geglaubt habe. Aber als ich gestern in genau der Situation wie oben beschrieben Humboldts Verletzung gefunden habe, war das Ende schnell ausgedacht.
Dennoch hat sich gestern noch etwas erstaunliches ereignet, was ich hier nun - ganz konventionell - dokumentieren will.
Gegen 23 Uhr waren alle im Dom schlafen, bis auf Freddie und Humboldt. Ich hörte das aufgeregte Getrappel und schaute nach, was los ist. Humboldt lief leicht geplüscht hinter Freddie her, der in das Holzhaus rannte. Humbold lief direkt hinter das Haus, woraufhin Freddie wieder aus dem Haus rauskam und wiederum Humboldt hinterher lief. Es folgte ein etwa einstündiges (!) abwechselndes (!) Jagen, unterbrochen von ängstlichem schnüffelnd gegenüberstehen. Die Runden gingen von der Holzhütte, zum Playmobilhaus, zum Papierkorb und über mein Sofa wieder zur Holzhütte. Während der Zeit gab es keinerlei Körperkontakt. Kein Schubsen, kein Drängeln. Ich habe soetwas noch nie gesehen. Es scheint die erstaunliche Art und Weise eines Versuches zu sein, einen Konflikt zu lösen. Soetwas kommte vermutlich dabei raus, wenn beide Tiere im Grunde eher zurückhaltend sind. Und es unterstützt meine Annahme, dass sich bei der potenziellen Rauferei beide gleichermaßen erschreckt haben.
Montag, 6. Dezember 2010
Der Fall Humboldt
"Watson! Wir haben ein Problem!"
"Sir?"
"Der Fall Humboldt. Das lässt mir keine Ruhe."
"Achso" Watson schenkt sich seufzend den Tee zuende ein und lässt sich schnaufend in den Ohrensessel fallen. Gleich würde Holmes wieder zum tausendsten Mal versuchen, den Fall zu...
"Rekonstruieren, Watson. Wir müssen den Fall noch einmal rekonstruieren!" Holmes wandert vor dem Kamin hin und her.
Nach einer Gedankenpause fährt er fort: "Die Fakten: Humboldt hat seit 3 Tagen Angst auf der 2. Etage des Doms mit den anderen sein abendliches Frischfutter zu fressen. Hinzu kommt, dass er am Auslauf nicht mehr teilnehmen möchte. Er sitzt allenfalls auf dem Sofa und beäugt seine Rudelgenossen. Was ist passiert? Und mit wem?..." Holmes blickt finster in das knisternde Kaminfeuer.
Watson rührt in seinem Tee und sagt: "Freddie. Er weicht eindeutig Freddie aus."
Holmes nickt "Ausgerechnet Freddie. Er kann nervig sein, aber das eigentlich nur für Hobo. Ansonsten ist Freddie ein lieber Kerl. Er hat nie mit Streit angefangen."
"Im Gegensatz zu Humboldt. Ich hatte schon das Gefühl, dass er in den letzten Tagen Freddie öfter mal" Watson räuspert sich "nun...angerempelt hat".
"Sehr diplomatisch Watson." Holmes zieht eine Augenbraue hoch. "Aber ich denke, sie haben recht. Wir müssen ein paar Tage früher ansetzen. Was passierte in der Woche zuvor und wie verhielten sich alle Beteiligten?"
"Wir hatten Besuch." antwortet Watson.
"Richtig. Ich denke, das ist ein guter Zeitpunkt. Wir hatten also die Urlaubstiere für eine Woche bei uns. Das war überhaupt kein Problem, bis..."
"Bis wir am letzten Tag, am Samstag letzter Woche, den Auslauf der Besucher im Bad vorverlegten, weil wir noch den Dom unserer Tiere reinigen mussten und es nicht zu spät werden sollte." beendet Watson Holmes Satz.
"Richtig" Holmes kaut aufgeregt auf seinem Pfeiffenmundstück. "Ich roch sehr nach unseren Gästen und Humbold wurde sehr sauer."
"Vergessen sie Harvey nicht. Auch er reagierte, im Gegensatz zu den anderen übrigens, sehr wütend."
"Sehr gut Watson! Beide fingen an zu puscheln, zu schmieren und waren überhaupt sehr aufgeregt."
Holmes läuft immer schneller vor dem Kamin hin und her."Trotzdem, es gibt eine Lücke von 4 Tagen! Danach lief doch alles normal. Und überhaupt, weshalb sollte dies auf einmal zu solch einer verängstigten Haltung in seinem eigenen Rudel führen?"
"Vielleicht" Watson beugt sich leicht nach vorn "hat Humboldt in seinem wütenden Überschwang Freddie angegriffen. Als Reaktion wurde er derart verprügelt, dass er fortan Angst hat."
Holmes fuchtelt mit seiner Pfeiffe unwirsch in der Luft herum "Gut, aber dann müsste Harvey das gleiche getan und das gleich erfahren haben. Immerhin verhält er sich ähnlich, nur nicht ganz so ängstlich wie Humboldt."
Watson lehnt sich wieder zurück. Da war es wieder, das Kernproblem. In der Tat war es seltsam, dass gleich zwei Tiere auf einmal ähnlich reagierten.
"Sir?"
"Was ist, Watson?"
"Ich denke, die Jungs wollen jetzt raus. Naja...zumindest Hobo." antwortet Watson und weist in Richtung Käfig.
"Achja, richtig. Der gute alte Hobo." Holmes grinst. "Gut Watson. Wir überlegen morgen weiter." Damit wendet er sich ab und geht in die Küche, um die Medizin für Charly zuzubereiten.
Watson stemmt sich ächzend aus dem Sessel und geht zum Käfig. Wie er befürchtet hat, lässt Holmes nicht so leicht von dem Fall ab.
"Sir?"
"Der Fall Humboldt. Das lässt mir keine Ruhe."
"Achso" Watson schenkt sich seufzend den Tee zuende ein und lässt sich schnaufend in den Ohrensessel fallen. Gleich würde Holmes wieder zum tausendsten Mal versuchen, den Fall zu...
"Rekonstruieren, Watson. Wir müssen den Fall noch einmal rekonstruieren!" Holmes wandert vor dem Kamin hin und her.
Nach einer Gedankenpause fährt er fort: "Die Fakten: Humboldt hat seit 3 Tagen Angst auf der 2. Etage des Doms mit den anderen sein abendliches Frischfutter zu fressen. Hinzu kommt, dass er am Auslauf nicht mehr teilnehmen möchte. Er sitzt allenfalls auf dem Sofa und beäugt seine Rudelgenossen. Was ist passiert? Und mit wem?..." Holmes blickt finster in das knisternde Kaminfeuer.
Watson rührt in seinem Tee und sagt: "Freddie. Er weicht eindeutig Freddie aus."
Holmes nickt "Ausgerechnet Freddie. Er kann nervig sein, aber das eigentlich nur für Hobo. Ansonsten ist Freddie ein lieber Kerl. Er hat nie mit Streit angefangen."
"Im Gegensatz zu Humboldt. Ich hatte schon das Gefühl, dass er in den letzten Tagen Freddie öfter mal" Watson räuspert sich "nun...angerempelt hat".
"Sehr diplomatisch Watson." Holmes zieht eine Augenbraue hoch. "Aber ich denke, sie haben recht. Wir müssen ein paar Tage früher ansetzen. Was passierte in der Woche zuvor und wie verhielten sich alle Beteiligten?"
"Wir hatten Besuch." antwortet Watson.
"Richtig. Ich denke, das ist ein guter Zeitpunkt. Wir hatten also die Urlaubstiere für eine Woche bei uns. Das war überhaupt kein Problem, bis..."
"Bis wir am letzten Tag, am Samstag letzter Woche, den Auslauf der Besucher im Bad vorverlegten, weil wir noch den Dom unserer Tiere reinigen mussten und es nicht zu spät werden sollte." beendet Watson Holmes Satz.
"Richtig" Holmes kaut aufgeregt auf seinem Pfeiffenmundstück. "Ich roch sehr nach unseren Gästen und Humbold wurde sehr sauer."
"Vergessen sie Harvey nicht. Auch er reagierte, im Gegensatz zu den anderen übrigens, sehr wütend."
"Sehr gut Watson! Beide fingen an zu puscheln, zu schmieren und waren überhaupt sehr aufgeregt."
Holmes läuft immer schneller vor dem Kamin hin und her."Trotzdem, es gibt eine Lücke von 4 Tagen! Danach lief doch alles normal. Und überhaupt, weshalb sollte dies auf einmal zu solch einer verängstigten Haltung in seinem eigenen Rudel führen?"
"Vielleicht" Watson beugt sich leicht nach vorn "hat Humboldt in seinem wütenden Überschwang Freddie angegriffen. Als Reaktion wurde er derart verprügelt, dass er fortan Angst hat."
Holmes fuchtelt mit seiner Pfeiffe unwirsch in der Luft herum "Gut, aber dann müsste Harvey das gleiche getan und das gleich erfahren haben. Immerhin verhält er sich ähnlich, nur nicht ganz so ängstlich wie Humboldt."
Watson lehnt sich wieder zurück. Da war es wieder, das Kernproblem. In der Tat war es seltsam, dass gleich zwei Tiere auf einmal ähnlich reagierten.
"Sir?"
"Was ist, Watson?"
"Ich denke, die Jungs wollen jetzt raus. Naja...zumindest Hobo." antwortet Watson und weist in Richtung Käfig.
"Achja, richtig. Der gute alte Hobo." Holmes grinst. "Gut Watson. Wir überlegen morgen weiter." Damit wendet er sich ab und geht in die Küche, um die Medizin für Charly zuzubereiten.
Watson stemmt sich ächzend aus dem Sessel und geht zum Käfig. Wie er befürchtet hat, lässt Holmes nicht so leicht von dem Fall ab.
Samstag, 17. Juli 2010
Integration (6/7)
Am Donnerstag habe ich einen Teil des Bads abgesperrt und die Inti dort fortgesetzt. Charly hatte eindeutig Oberwasser, strubbelte diesmal auch leicht und wollte sich mit Hobo anlegen. Da die Situation wieder eine ganz andere war als in der Wanne, habe ich nach kurzer Zeit abgebrochen.
Gestern nun die Fortsetzung - wieder 20 Minuten. Fell flog das erste Mal zunächst zwischen Harvey und Charly, anschließend zwischen Charly und Hobo. Beides ging von Charly aus, der, so hatte man den Eindruck, es endlich mal wissen wollte.
Hobo war anschließend extrem aufgeregt und schnatterte mit den Zähnen.
Charly war anschließend extrem beeindruckt. Er verlagerte die Zweikämpfe im Folgenden auf's Drängeln, hielt sich aber ansonsten fern. Einmal ließ er sich zu einem zaghaften angedeuteten Defensiv-Biss Richtung Hobo hinreissen. Ich war ziemlich erstaunt. 1:0 für Hobo. Eine alte Straßenratte (so seine Fundgeschichte stimmt) kann man eben nicht so leicht vom Hocker reissen.
Ein Erfolgserlebnis hatte Charly aber doch: Humboldt hat sich sowas von wiederstandslos unterworfen. Er tat mir erst ein wenig leid, aber am Ende war er der einzige, der relativ entspannt durch den Auslauf schlenderte.
Humboldt ist das vielleicht intelligenteste Kerlchen in meiner Truppe. Er bleibt immer am Ball, ist der geschickteste "Wegefinder" und der schnellste "Such-Spiel"-Löser. Nur jeglichen Machtspielen geht er aus dem Weg - vielleicht auch eine Form der Intelligenz ;) Leider ist er dadurch auch der Letzte in der zugegeben kleinen Gruppe. Wobei sein Bruder Harvey immer sein wichtigster Bezug ist und er in ihm einen stets verlässlichen und vertrauten Bruder findet. Dennoch: ich bin gespannt, wie sich er und Freddie machen.
Harvey steht wahrlich zwischen den Stühlen. Im Gegensatz zu Humboldt kann er eine Position verlieren, hat aber nicht die Chuzpe von Hobo, dass so auch umzusetzen.
Gestern nun die Fortsetzung - wieder 20 Minuten. Fell flog das erste Mal zunächst zwischen Harvey und Charly, anschließend zwischen Charly und Hobo. Beides ging von Charly aus, der, so hatte man den Eindruck, es endlich mal wissen wollte.
Hobo war anschließend extrem aufgeregt und schnatterte mit den Zähnen.
Charly war anschließend extrem beeindruckt. Er verlagerte die Zweikämpfe im Folgenden auf's Drängeln, hielt sich aber ansonsten fern. Einmal ließ er sich zu einem zaghaften angedeuteten Defensiv-Biss Richtung Hobo hinreissen. Ich war ziemlich erstaunt. 1:0 für Hobo. Eine alte Straßenratte (so seine Fundgeschichte stimmt) kann man eben nicht so leicht vom Hocker reissen.
Ein Erfolgserlebnis hatte Charly aber doch: Humboldt hat sich sowas von wiederstandslos unterworfen. Er tat mir erst ein wenig leid, aber am Ende war er der einzige, der relativ entspannt durch den Auslauf schlenderte.
Humboldt ist das vielleicht intelligenteste Kerlchen in meiner Truppe. Er bleibt immer am Ball, ist der geschickteste "Wegefinder" und der schnellste "Such-Spiel"-Löser. Nur jeglichen Machtspielen geht er aus dem Weg - vielleicht auch eine Form der Intelligenz ;) Leider ist er dadurch auch der Letzte in der zugegeben kleinen Gruppe. Wobei sein Bruder Harvey immer sein wichtigster Bezug ist und er in ihm einen stets verlässlichen und vertrauten Bruder findet. Dennoch: ich bin gespannt, wie sich er und Freddie machen.
Harvey steht wahrlich zwischen den Stühlen. Im Gegensatz zu Humboldt kann er eine Position verlieren, hat aber nicht die Chuzpe von Hobo, dass so auch umzusetzen.
Sonntag, 11. Juli 2010
Himbeer-hmmmmassaker
Ich kam auf die glorreiche Idee, jedem meiner Jungs zur Abkühlung eine gefrohrene Himbeere zu spendieren. Die Küchenjungs Freddie und Charly staunten zuerst, wendeten das kalte Etwas in den Pfoten, knabberten und schnüffelten, knabberten und schnüffelten - und fingen schließlich an, die Leckerei aufzuschlabbern und zu knabbern. In ihrem Käfig. Super.
Ich bin dann zu meinen Jungs ins Wohnzimmer. Hobo schlief gerade, als ich ihm die Frucht vor die Nase legte. Selbes Spiel und er war beschäftigt.
Humboldt dagegen ist kein wirklicher Ess-Fan. Er ließ die Beere fallen und beschäftigte sich erstmal mit Dingen, die ihm wichtiger erschienen. Harvey - absoluter Ess-Fan - war irgendwo im Zimmer. Als Humboldt sich dann doch dazu herabließ, die Himbeere zu essen, war sie bereits aufgetaut und phänomenal matschig. Ich frage mich, wozu derartige Produkte gut sein sollen. Kuchen? Milchshakes? Jedenfalls nicht für Dinge, bei denen man die Beere als Form noch erkennen soll.
Humboldt fand das Pfotengefühl jedenfalls nicht berauschend und massierte beim Versuch, seine Pfoten zu reinigen, alles in das Handtuch ein, auf dem er gerade saß. Na gut, egal...so'n olles Handtuch.
Dann marschierte Harvey an mir vorbei. Mit hocherhobenem Haupt trug er die Beere unter den Schreibtisch und fing an sie zu essen - als.... er feststellte, dass die Beere ekelhaft matschig ist und seine hübschen Pfötchen verklebt. Leider kann er sie sich auf dem Kunststoffbelag nicht richtig abwischen. Wie ein irrer Rattenhandwerker fährt er mit beiden Vorderpfoten in langen ausholenden und kreisenden Bewegungen über den Boden, als wollte er beidhändig Estrich verteilen. Dabei hat er weiterhin den Restbeerenkörper im Auge, während er gleichzeitig nach hinten robbt. AAAAH! Eine RIESENsauerei!!! Und er machte sie immer schlimmer! Wie kann man mit einer kleinen unschuldigen Himbeere so viel Matsch produzieren!
Ich hab dann das Experiment abgebrochen, die rote Ratte woanders hingesetzt und schnell alles weggewischt.
Memo: Tiefkühlhimbeeren nur noch im Käfig!
Ich bin dann zu meinen Jungs ins Wohnzimmer. Hobo schlief gerade, als ich ihm die Frucht vor die Nase legte. Selbes Spiel und er war beschäftigt.
Humboldt dagegen ist kein wirklicher Ess-Fan. Er ließ die Beere fallen und beschäftigte sich erstmal mit Dingen, die ihm wichtiger erschienen. Harvey - absoluter Ess-Fan - war irgendwo im Zimmer. Als Humboldt sich dann doch dazu herabließ, die Himbeere zu essen, war sie bereits aufgetaut und phänomenal matschig. Ich frage mich, wozu derartige Produkte gut sein sollen. Kuchen? Milchshakes? Jedenfalls nicht für Dinge, bei denen man die Beere als Form noch erkennen soll.
Humboldt fand das Pfotengefühl jedenfalls nicht berauschend und massierte beim Versuch, seine Pfoten zu reinigen, alles in das Handtuch ein, auf dem er gerade saß. Na gut, egal...so'n olles Handtuch.
Dann marschierte Harvey an mir vorbei. Mit hocherhobenem Haupt trug er die Beere unter den Schreibtisch und fing an sie zu essen - als.... er feststellte, dass die Beere ekelhaft matschig ist und seine hübschen Pfötchen verklebt. Leider kann er sie sich auf dem Kunststoffbelag nicht richtig abwischen. Wie ein irrer Rattenhandwerker fährt er mit beiden Vorderpfoten in langen ausholenden und kreisenden Bewegungen über den Boden, als wollte er beidhändig Estrich verteilen. Dabei hat er weiterhin den Restbeerenkörper im Auge, während er gleichzeitig nach hinten robbt. AAAAH! Eine RIESENsauerei!!! Und er machte sie immer schlimmer! Wie kann man mit einer kleinen unschuldigen Himbeere so viel Matsch produzieren!
Ich hab dann das Experiment abgebrochen, die rote Ratte woanders hingesetzt und schnell alles weggewischt.
Memo: Tiefkühlhimbeeren nur noch im Käfig!
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