So, seit Freitag den 16.09. sind sie in gemeinsamen Dom-Abteilen. Erst zwei - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste - dann drei, in den nächsten Tagen wird dann das 4. und letzte geöffnet.
Krausi hatte Freitag/Samstag schlechte Tage (leicht gerrrreizt), aber alles in allem läuft es absolut cremig. Bin sehr glücklich. Hoffentlich bleibt das auch so - die kleinen Buben schlittern jetzt in die soziale Pubertät...
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Montag, 19. September 2011
Freitag, 9. September 2011
Selbstintegration
Die Integration läuft wie von selbst. Ich muss kaum mehr ein Auge haben und man lässt sich schon auf gemeinsame Ess-Runden auf dem Spielteppich herab. Fein fein :)
Donnerstag, 1. September 2011
Neustart
So, Wohnungsumzug erledigt, Internet und Telefon funktionieren immer noch nicht, aber zumindest kehrt langsam wieder etwas Alltag ein und damit auch *tada* die quasi Wieder-Integration meiner Jungs.
Sie laufen seit Samstag abend gemeinsam im neuen Zimmer/Auslauf. Es läuft solala.... Schlunzke und Krausi wollen immer noch rüpeln, puscheln aber nicht mehr und sind weniger ausdauernd bei der Kinderjagd.
Eine witzige Situation gab es aber schon: Jupp ist eigentlich ein liebes eher zurückhaltendes Kerlchen, neigt aber manchmal dazu, etwas gereizt gegenüber Juri zu sein. Er mag dann sein "an-spielen" nicht und boxt ihn rüde um. Kein Thema mehr, aktuell müssen sie ja zusammen halten.
Beide laufen vor den Großen weg. Einmal hat Krause den kleinen Jupp allerdings offenbar derart bedrängt, dass dieser wieder wild wurde, puschelte, boxte und trat. Krause hat dem noch etwas stand gehalten, ergriff aber dann erschrocken die Flucht. Er war so entsetzt von Jupps Gegenwehr, dass er geschlagene 20 Minuten in einer Ecke lag.
Jupps Selbstvertrauen reichte leider nicht, um aus dem Sieg etwas beständiges zu machen. Am nächsten Tag lief er wieder vor Krause weg. Er bräuchte einen Mentaltrainer^^
Es zeigt sich immer wieder: Ratten sind auch nur Menschen.
Sie laufen seit Samstag abend gemeinsam im neuen Zimmer/Auslauf. Es läuft solala.... Schlunzke und Krausi wollen immer noch rüpeln, puscheln aber nicht mehr und sind weniger ausdauernd bei der Kinderjagd.
Eine witzige Situation gab es aber schon: Jupp ist eigentlich ein liebes eher zurückhaltendes Kerlchen, neigt aber manchmal dazu, etwas gereizt gegenüber Juri zu sein. Er mag dann sein "an-spielen" nicht und boxt ihn rüde um. Kein Thema mehr, aktuell müssen sie ja zusammen halten.
Beide laufen vor den Großen weg. Einmal hat Krause den kleinen Jupp allerdings offenbar derart bedrängt, dass dieser wieder wild wurde, puschelte, boxte und trat. Krause hat dem noch etwas stand gehalten, ergriff aber dann erschrocken die Flucht. Er war so entsetzt von Jupps Gegenwehr, dass er geschlagene 20 Minuten in einer Ecke lag.
Jupps Selbstvertrauen reichte leider nicht, um aus dem Sieg etwas beständiges zu machen. Am nächsten Tag lief er wieder vor Krause weg. Er bräuchte einen Mentaltrainer^^
Es zeigt sich immer wieder: Ratten sind auch nur Menschen.
Samstag, 20. August 2011
Tag ismirjetztauchegal
Schlunzke wird scheinbar zunehmend unsicher oder orientierungslos. Er ist quietschig beim anfassen und rennt nicht als erstes auf das Sofa zum schubbern sondern unter das Sofa zum...keine Ahnung wozu. Er sitzt da und guckt. Er verbringt da tatsächlich die meiste Zeit des Auslaufes. Er scheint eine Kalibrierung durchzuführen^^...ich hoffe, er justiert sich bald danach neu. In der neuen Wohnung soll gleich gemeinsamer Auslauf starten.
Das sich nun etwas tut merkt man eindeutig an Krausi (der die ganze Choose weit besser verpackt). Er geht weit ungezwungener mit Schlunzke um und er neckt ihn sogar wieder oder wirft sich auch mal auf ihn.
Das sich nun etwas tut merkt man eindeutig an Krausi (der die ganze Choose weit besser verpackt). Er geht weit ungezwungener mit Schlunzke um und er neckt ihn sogar wieder oder wirft sich auch mal auf ihn.
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Mittwoch, 17. August 2011
Tag Vielzuviel (7)
Nach meiner Statistik schubbert und schmiert Schlunzke nur noch 384 Mal anstatt zu Best-Zeiten 397.
Super.
Es wird.
*seufz*
Super.
Es wird.
*seufz*
Freitag, 12. August 2011
Tag 2
Schlunzke ist immer noch ein Hornochse! - aber ich bemerke leichte Momente der Verwirrung, wo er zu überlegen scheint. Krausi hält Abstand und heute morgen hat er das erste Mal seit ewigen Zeiten wieder sein Angstquietschen geäußert...und das erste Mal überhaupt gegenüber seinem Bruder. :(
(Ich muss immer an Pauli denken. Bei ihm hat die Kastration derart schnell angeschlagen, dass er schon nach einem Tag verwirrt im Auslauf stand, sich um sich selbst gedreht hat und die anderen nur beobachten konnte, wie sie herumsprangen. Noch zwei Tage vorher hat er sie aggressiv in den Käfig gescheucht und darauf geachtet, dass sie keine Zehe in den Auslauf setzen.)
(Ich muss immer an Pauli denken. Bei ihm hat die Kastration derart schnell angeschlagen, dass er schon nach einem Tag verwirrt im Auslauf stand, sich um sich selbst gedreht hat und die anderen nur beobachten konnte, wie sie herumsprangen. Noch zwei Tage vorher hat er sie aggressiv in den Käfig gescheucht und darauf geachtet, dass sie keine Zehe in den Auslauf setzen.)
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Donnerstag, 11. August 2011
Tag 1 nach der Kastration...
...Schlunzke ist wahnsinnig gerrrreizt. Schmerzen verstehe ich, aber weshalb fängt er an im Dom zu schmieren - das hat er noch nie gemacht. Ich möchte jetzt Mäuschen in seinem Hormonhaushalt sein...
....Nachtrag: möglicherweise, weil Krausi anders riecht ? Ob ich ihm sagen soll, dass auch er anders riecht?
....Nachtrag: möglicherweise, weil Krausi anders riecht ? Ob ich ihm sagen soll, dass auch er anders riecht?
Kastration
Schlunzke und Krause wurden gestern kastriert. Nachdem ich sie zu Jupp und Juri integriert habe, habe ich doch nach einigen Wochen wieder getrennt. Schlunzke und Krause sind total überdreht sobald es in den Auslauf geht. Entgegen meiner Hoffnung hat sich das nach der Trennung aber nicht geändert. Schmieren, puscheln, borsteln und zwar nahezu non-stop. Hätte ich das so gelassen, wären sie in einigen Monaten ein Fall für den Kardiologen gewesen.
Zum Glück waren sie nicht in der Form aggressiv, dass für Jupp und Juri oder gegenseitig Gefahr für Leib und Leben bestand. Das war auch der Grund, weshalb ich so lange gezögert habe.
Aktuell herrscht noch Katerstimmung im Käfig. Arme Bärchen...
Ich hasse Kastrationen. Nach nahezu 10 Jahren sind das erst Nummer 2 und 3, die ich wegen Hormonen kastrieren lassen muss.
Zum Glück waren sie nicht in der Form aggressiv, dass für Jupp und Juri oder gegenseitig Gefahr für Leib und Leben bestand. Das war auch der Grund, weshalb ich so lange gezögert habe.
Aktuell herrscht noch Katerstimmung im Käfig. Arme Bärchen...
Ich hasse Kastrationen. Nach nahezu 10 Jahren sind das erst Nummer 2 und 3, die ich wegen Hormonen kastrieren lassen muss.
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Tierarzt
Donnerstag, 23. Juni 2011
Am Ende des Tunnels
Am 08.06. musste ich Freddie einschläfern lassen. Er bekam Schnappatmung, wenn er etwas herumlief oder sich anderweitig anstrengte. Mit dem Hineinsetzen in die Transportbox setzte wieder Schnappatmung ein und hörte nicht auf, bis er einschlief :( Dabei war er schon so aufgeregt, dass die Tierärztin noch nachspritzen musste. Es hat diesmal sehr lang gedauert..
Wie bereits vorher abgesprochen, habe ich ihn am nächsten Tag in die Landesuntersuchungsanstalt zur Obduktion gebracht. Dem Tierarzt ergeklärt worum es ging...und abgewartet.
Ende letzter Woche kamen erste Ergebnisse, die mir die Tierärztin am Telefon erläuterte: eine hochgradige Lungenentzündung - keine Bakterien gefunden, AB müsste also die Wirkung getan haben. Also keine multiresistenen Keime.
So.
Lungenentzündung.
Was wie wo? Die Ärztin sagte vorweg, dass das Ergebnis etwas unbefriedigend wäre und geriet ins erzählen, dass man gerade bei Ratten frühzeitig behandeln müsse, wenn Atemwegsprobleme auftauchen, wobei ich ja immer früh kommen würde...sie geriet etwas ins Schleudern. Dazu muss ich von einer Situation erzählen, die ich hier eigentlich schon immer aufschreiben wollte: ich bin mit Freddie früher mal wegen "ich bin mit seiner Gesamtsituation unzufrieden" (irgendwie verändertes Verhalten aber insgesamt diffust Symptome) zu ihr wegen Rundumcheck. Sie konnten nichts feststellen (abhorchen uä) und sie erzählte mir von begrenzten diagnostischen Möglichkeiten und bla - und schließlich der Klopper: "sie kommen aber auch immer bei allem gleich her". Ich hab sie verblüfft angesehen und angestrengt überlegt, ob es wohl eine Krankheit gibt, bei der Tierhalter zwanghaft aus sozialen Kontaktgründen oder so zum Tierarzt gehen, ohne dass das Tier wirklich krank ist. Ich habe dann entschieden, dass sie das damit nicht ausdrücken wollte sondern nur auf die unterschiedlichen Sensbilitäten der Halter gegenüber den Tieren hinweisen.
Wir haben Freddie eigentlich eine medikamentöse Rundumversorgung gegeben. Dass die Lungenentzündung nicht in den Griff zu bekommen war, hinterließ bei der Ärztin wie bei mir einen bitteren Geschmack. An welcher Stelle hatten wir etwas falsch gemacht? Ohne das auszusprechen wollten wir erstmal auf weitere Ergebnisse warten.
Die kamen dann gestern. Diagnose: Lungentumor.
Erleichterung. Die Ärzte hatten nicht falsch oder ungenügend behandelt, ich brachte ihn nicht zu spät zum Arzt und: Es sind offenbar keine schwierigen Keime im Rudel!
Die vier Übriggebliebenen wohnen mitlerweile zusammen im ganzen Dom. Ohne Freddie war der weitere Integrationsverlauf relativ unproblematisch.
Bei uns kehrt nun ein geregelter Tagesablauf und Ruhe ein. Ich glaube, es ist wieder Licht zu sehen.
Wie bereits vorher abgesprochen, habe ich ihn am nächsten Tag in die Landesuntersuchungsanstalt zur Obduktion gebracht. Dem Tierarzt ergeklärt worum es ging...und abgewartet.
Ende letzter Woche kamen erste Ergebnisse, die mir die Tierärztin am Telefon erläuterte: eine hochgradige Lungenentzündung - keine Bakterien gefunden, AB müsste also die Wirkung getan haben. Also keine multiresistenen Keime.
So.
Lungenentzündung.
Was wie wo? Die Ärztin sagte vorweg, dass das Ergebnis etwas unbefriedigend wäre und geriet ins erzählen, dass man gerade bei Ratten frühzeitig behandeln müsse, wenn Atemwegsprobleme auftauchen, wobei ich ja immer früh kommen würde...sie geriet etwas ins Schleudern. Dazu muss ich von einer Situation erzählen, die ich hier eigentlich schon immer aufschreiben wollte: ich bin mit Freddie früher mal wegen "ich bin mit seiner Gesamtsituation unzufrieden" (irgendwie verändertes Verhalten aber insgesamt diffust Symptome) zu ihr wegen Rundumcheck. Sie konnten nichts feststellen (abhorchen uä) und sie erzählte mir von begrenzten diagnostischen Möglichkeiten und bla - und schließlich der Klopper: "sie kommen aber auch immer bei allem gleich her". Ich hab sie verblüfft angesehen und angestrengt überlegt, ob es wohl eine Krankheit gibt, bei der Tierhalter zwanghaft aus sozialen Kontaktgründen oder so zum Tierarzt gehen, ohne dass das Tier wirklich krank ist. Ich habe dann entschieden, dass sie das damit nicht ausdrücken wollte sondern nur auf die unterschiedlichen Sensbilitäten der Halter gegenüber den Tieren hinweisen.
Wir haben Freddie eigentlich eine medikamentöse Rundumversorgung gegeben. Dass die Lungenentzündung nicht in den Griff zu bekommen war, hinterließ bei der Ärztin wie bei mir einen bitteren Geschmack. An welcher Stelle hatten wir etwas falsch gemacht? Ohne das auszusprechen wollten wir erstmal auf weitere Ergebnisse warten.
Die kamen dann gestern. Diagnose: Lungentumor.
Erleichterung. Die Ärzte hatten nicht falsch oder ungenügend behandelt, ich brachte ihn nicht zu spät zum Arzt und: Es sind offenbar keine schwierigen Keime im Rudel!
Die vier Übriggebliebenen wohnen mitlerweile zusammen im ganzen Dom. Ohne Freddie war der weitere Integrationsverlauf relativ unproblematisch.
Bei uns kehrt nun ein geregelter Tagesablauf und Ruhe ein. Ich glaube, es ist wieder Licht zu sehen.
Sonntag, 5. Juni 2011
Jupp und die Poker Box
Jupp hat sich gestern das erste Mal mit der Poker Box beschäftigt. Mag daran liegen, dass ich mal in jede Box ein Drops gelegt habe. Körner sind immer drin.
Es war -wie immer- total niedlich, seine Lernstrategien zu beobachten. Ausgerechnet das schwerste Modul mit dem Klappdeckel hat es ihm angetan. Schwer deshalb, weil es bisher noch keiner geschafft hat, denn Deckel zu öffnen und sich ein Korn zu nehmen. Der Deckel klappt immer mit einem relativ lauten KLACK wieder zu, was Ratte überhaupt nicht mag. Hobos Augen haben sich dabei immer zu Schlitzen verengt und er hat bitterböse auf den Deckel gestarrt...und es dann gelassen.
Jupp hat sich also mit dem Modul beschäftigt und an der Seite mit dem Scharnier herumgezuppelt. Da hat sich natürlich garnichts bewegt und ich habe ihn auf die andere Seite gesetzt und kurz mit dem Deckel geklappt. Das hat ihn wenig interessiert - er ist wieder auf die Seite mit dem Scharnier. Das sind dann immer die Situationen, wo man wie Ratte denken muss. Weshalb läuft er immer zum Scharnier? Weil es dort stärker riecht? Richtig. Das Futter lag auf der Seite des Scharniers. Ich habe es nach vorne geschoben, und nun stand er an der richtigen Seite, und fing an, den Deckel hochzuklappen und wieder fallen zu lassen. Das laute KLAPP störte auch ihn, wenn auch nicht so wie Hobo.
Nur einmal hatte er fast den Deckel soweit oben, dass er beinahe nach hinten umgeklappt wäre. Irgendwann gab er aber auf und ging zum nächsten Modul mit der Schublade. Und auch hier versuchte er zunächst mit den Zähnen einen Deckel aufzuklappen. Irgendwann stolperte er aber über die Schnur, zog - und hatte endlich seine Leckerlies.
Nachdem er die Box leegeräumt hatte, ging er an das Modul mit dem Deckel zum Abheben - kein Problem. Schnur finden und irgenwie daran ziehen.
Ratten sind so spannend :)
Es war -wie immer- total niedlich, seine Lernstrategien zu beobachten. Ausgerechnet das schwerste Modul mit dem Klappdeckel hat es ihm angetan. Schwer deshalb, weil es bisher noch keiner geschafft hat, denn Deckel zu öffnen und sich ein Korn zu nehmen. Der Deckel klappt immer mit einem relativ lauten KLACK wieder zu, was Ratte überhaupt nicht mag. Hobos Augen haben sich dabei immer zu Schlitzen verengt und er hat bitterböse auf den Deckel gestarrt...und es dann gelassen.
Jupp hat sich also mit dem Modul beschäftigt und an der Seite mit dem Scharnier herumgezuppelt. Da hat sich natürlich garnichts bewegt und ich habe ihn auf die andere Seite gesetzt und kurz mit dem Deckel geklappt. Das hat ihn wenig interessiert - er ist wieder auf die Seite mit dem Scharnier. Das sind dann immer die Situationen, wo man wie Ratte denken muss. Weshalb läuft er immer zum Scharnier? Weil es dort stärker riecht? Richtig. Das Futter lag auf der Seite des Scharniers. Ich habe es nach vorne geschoben, und nun stand er an der richtigen Seite, und fing an, den Deckel hochzuklappen und wieder fallen zu lassen. Das laute KLAPP störte auch ihn, wenn auch nicht so wie Hobo.
Nur einmal hatte er fast den Deckel soweit oben, dass er beinahe nach hinten umgeklappt wäre. Irgendwann gab er aber auf und ging zum nächsten Modul mit der Schublade. Und auch hier versuchte er zunächst mit den Zähnen einen Deckel aufzuklappen. Irgendwann stolperte er aber über die Schnur, zog - und hatte endlich seine Leckerlies.
Nachdem er die Box leegeräumt hatte, ging er an das Modul mit dem Deckel zum Abheben - kein Problem. Schnur finden und irgenwie daran ziehen.
Ratten sind so spannend :)
Mittwoch, 1. Juni 2011
..nichts neues...
Freddie ist aktuell stabil. Seine Atemgeräusche haben sich von "das hört sich aber richtig übel an" zu "kaum, dass man ein kratzen hört" (?) verbessert. Ich weiß nicht, ob ich ihn weiter integrieren soll - bin unentschlossen. Aber die kleinen und mittleren machen sich prima. Im Prinzip müsste es jetzt eine Stufe weiter gehen. Normaler Auslauf im Wohnzimmer. Mal schauen....bin unentschlossen....
Freitag, 6. Mai 2011
Integrationsbilder
Das tolle am neuen Auslauf im Wohnzimmer: ich kann optisch etwas ansprechendere Fotos machen als im Bad :)
DAS ich nun auch eine Kamera in der Hand halten kann und nicht nur die Plastikkehrschaufel, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind :)
DAS ich nun auch eine Kamera in der Hand halten kann und nicht nur die Plastikkehrschaufel, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind :)
| Rudelbildung wie beim Fussball - und Juri mittendrin... |
| Alle müssen möglichst eng beieinander hocken. Ist doch verrückt. Juri der kleine Drops immer zwischen den Oberhornochsen. |
Freitag, 22. April 2011
Seminar: Grundlagen der Chemie I
Wieviele Persönlichkeiten bekomme ich in die Wanne, bis die Mischung explodiert. Mit dieser Forschungsfrage im Gepäck schritt ich ins Labor und bereitete den Erlenmeyerkolben für Rattenhalter vor - die Wanne.
Zunächst setzte ich Harvey rein, gefolgt von Krause und Schlunzke. Mit Spannung und zittrigen Händen gab ich ganz langsam Jupp und Juri dazu.Gespanntes Beobachten. Harvey war wie immer genervt, sein zunehmender Nihilismus macht mir echt langsam Sorgen. Krause und Schlunzke waren angespannt, leicht geplüscht und alle schnüffelten an den Youngsters, die vor Schreck erstarrten. Krause und Schlunzke waren allerdings unkonzentriert - was ich im nächsten Moment verschärft habe, da ich zuguterletzt noch Freddie dazu setzte. Freddie schnüffelte an den Kleinen, während Krause und Schlunzke sofort in Panik verfielen. Es gab ein kurzes Durcheinander, wo die Kleinen zwar unbeteiligt waren, aber um sie nicht zwischen die Fronten geraten zu lassen, und die Chemie zwischen Freddie und ihnen zu testen, nahm ich Schlunzke und Krause wieder raus (die mir dafür sichtlich dankbar waren).
Mit schweißnasser Stirn beobachtete ich, wie Freddie sich mit aller Körperfülle auf Jupp schob. Er hat ihn nicht im Nacken geputzt und Jupp (wie auch Juri) kauerte sich wie ein Häschen zusammen. Das genügte Freddie, der sich abwendete und nun mit Harvey versuchte einen Weg aus der Wanne zu finden. Erleichterung!
Nachdem sich Freddie ablegte, kam Jupp nochmal auf ihn zu (!). Freddie hat ihn mit der Vorderpfote das Gesicht gehalten, am Ohr geschnüffelt, und sich wieder anderen Dingen zu gewendet. Die Kleinen sind praktisch unsichtbar!
Sie waren allerdings sichtlich erschrocken. Das ist auch kein Wunder. Raus aus dem Geschwisterverband und sich dann solchen Riesenungetümen gegenüber zu sehen - um die kleinen Rattenseelen nicht überzustrapazieren, habe ich das Experiment dann auch abgebrochen. Ich weiß nun, was ich wissen wollte. Jetzt muss ich mir nur überlegen, wie ich weiter vor gehe...
Zunächst setzte ich Harvey rein, gefolgt von Krause und Schlunzke. Mit Spannung und zittrigen Händen gab ich ganz langsam Jupp und Juri dazu.Gespanntes Beobachten. Harvey war wie immer genervt, sein zunehmender Nihilismus macht mir echt langsam Sorgen. Krause und Schlunzke waren angespannt, leicht geplüscht und alle schnüffelten an den Youngsters, die vor Schreck erstarrten. Krause und Schlunzke waren allerdings unkonzentriert - was ich im nächsten Moment verschärft habe, da ich zuguterletzt noch Freddie dazu setzte. Freddie schnüffelte an den Kleinen, während Krause und Schlunzke sofort in Panik verfielen. Es gab ein kurzes Durcheinander, wo die Kleinen zwar unbeteiligt waren, aber um sie nicht zwischen die Fronten geraten zu lassen, und die Chemie zwischen Freddie und ihnen zu testen, nahm ich Schlunzke und Krause wieder raus (die mir dafür sichtlich dankbar waren).
Mit schweißnasser Stirn beobachtete ich, wie Freddie sich mit aller Körperfülle auf Jupp schob. Er hat ihn nicht im Nacken geputzt und Jupp (wie auch Juri) kauerte sich wie ein Häschen zusammen. Das genügte Freddie, der sich abwendete und nun mit Harvey versuchte einen Weg aus der Wanne zu finden. Erleichterung!
Nachdem sich Freddie ablegte, kam Jupp nochmal auf ihn zu (!). Freddie hat ihn mit der Vorderpfote das Gesicht gehalten, am Ohr geschnüffelt, und sich wieder anderen Dingen zu gewendet. Die Kleinen sind praktisch unsichtbar!
Sie waren allerdings sichtlich erschrocken. Das ist auch kein Wunder. Raus aus dem Geschwisterverband und sich dann solchen Riesenungetümen gegenüber zu sehen - um die kleinen Rattenseelen nicht überzustrapazieren, habe ich das Experiment dann auch abgebrochen. Ich weiß nun, was ich wissen wollte. Jetzt muss ich mir nur überlegen, wie ich weiter vor gehe...
Montag, 18. April 2011
Rattima
...heute ist mein Rattima-Sack angekommen. Nach über 2 Jahren SSSR will ich wieder umsteigen..."ich" trifft es ganz gut. Meine Alten stürzen sich nun nicht unbedingt drauf, sind zurückhaltend und irgendwie unbegeistert. Umgekehrt war es völlig anders. Null Umstellungsprobleme. Das SSSR wird einfach geliebt.
Ich will ihnen aber haptisch geschmacklisch mehr Abwechslung bieten.... mal sehen...*seufz*.
Ich will ihnen aber haptisch geschmacklisch mehr Abwechslung bieten.... mal sehen...*seufz*.
Mittwoch, 16. Februar 2011
Heller und Dunkler heissen nun...
Krause und Schlunzke
Haha! Endlich haben meine Jungs nun auch Namen!!! Die Namen stehen schon länger in meinem supi Rattennamenbuch, aber irgendwie musste ich länger überlegen, ob das auch passt. Nun wirken die Namen eher langsam und behäbig (ganz wie ihre Vorbilder^^) - wenn sie aber mal große dicke Hoodeds sind, passt das super...hoffe ich :)
Die Namen kommen von (Horst) Krause und (Gänse-) Schlunzke. Meine all-time-faves aus Polizeiruf 110 sowie den Filmen Krauses Fest und Krauses Kur (nicht Krause aber Schultze gets the Blues - unbedingt ansehen! Oberklasse!).
Dienstag, 8. Februar 2011
Schrille Schreier
Zu Hülf - ich habe Schreiratten! Defensive Abwehrhaltung gut und schön, aber meine Neuzugänge schreien dabei in einer Tour. Es ist wirklich unglaublich. Freddie niest - beide schreien. Harvey will sich zusammenrollen und ein Nickerchen halten - die Kleinen schreien ihm in's Ohr. Sowas hab' ich noch nicht erlebt. Demnächst steht der Tierschutz vor meiner Haustür. Sie wären benachrichtigt worden, weil ich offenbar irgendwem das Fell über die Ohren ziehe.
Ich musste unbedingt Bilder davon machen. Dunkler hat sich als Meisterschreier entpuppt, während Heller auch gerne mal im Bad (jep, Badewanne verlassen, sie laufen seit gestern im ganzen Bad...da fing auch die Schreierei an...) herumalbert.
Man beachte: Dunkler schnappt nicht, das Mäulchen ist permanent geöffnet und entlässt Arien. Er ist übrigens nicht in die Ecke gedrängt. Zwischendurch läuft er woanders hin und spielt mit Heller.
Man beachte 2: den Gesichtsausdruck von Freddie - er schaut genauso genervt wie ich ^^
Ich musste unbedingt Bilder davon machen. Dunkler hat sich als Meisterschreier entpuppt, während Heller auch gerne mal im Bad (jep, Badewanne verlassen, sie laufen seit gestern im ganzen Bad...da fing auch die Schreierei an...) herumalbert.
Man beachte: Dunkler schnappt nicht, das Mäulchen ist permanent geöffnet und entlässt Arien. Er ist übrigens nicht in die Ecke gedrängt. Zwischendurch läuft er woanders hin und spielt mit Heller.
Man beachte 2: den Gesichtsausdruck von Freddie - er schaut genauso genervt wie ich ^^
Das die Truppe bereits im ganzen Bad läuft und ich mich traue, mit der Knipse zu hantieren, spricht für die bisher tolle Inti...Integration ;)
Montag, 7. Februar 2011
Integration? Läuft!
^^ um mal meinen Lieblingsblog zu zitieren. Gestern war der dritte Tag in der Badewanne und zum dritten Mal habe ich die Session nicht beendet, weil die Situation drohte zu eskalieren, sondern weil ich keine Lust mehr hatte. Gestern nach 1 Stunde. Kein Vergleich zu meinen letzten Intis. Die Kleinen benehmen sich wie erhofft sehr devot.
Das Ohrenschütteln hat mMn aufgehört. Zumindest eine gute Nachricht.
Das Ohrenschütteln hat mMn aufgehört. Zumindest eine gute Nachricht.
Sonntag, 6. Februar 2011
Arbeitsnamen: Dunkler und Heller
Juhu, ich war gestern wieder beim Tierarzt. Ich gehe kaputt, wer geht mit? Ich werde meinen Makler bitten, mir in dem Gebäude, wo sich die Praxis befindet, eine Wohnung zu besorgen. Ich könnte in Puschen zur Sprechstunde "Ach, im Wartezimmer ist es aber voll. Dann koche ich mir nochmal schnell einen Kaffe". Ich könnte die Tierarzthelferinnen bitten, in meiner Abwesenheit mal nach meinen Jungs zu schauen.
Plan B wäre weiterhin, einen Tierarzt zu heiraten. Da bin ich ja nun aber nicht die erste ("da stellste dich abba ma janz weit hinten an, Schätzelein").
Ich hab also meine Neuzugänge geschnappt und habe bei orkanböigem Wetter die diesjährige Fahrradsaison eingeleitet (da wird Radeln zum Abenteuer). Einer schlackert mit dem Köpfchen und legt ein Ohr an, der andere hat einen Knoten an der Kehle. Ich könnte jetzt schreien, aber ich habe mir überlegt, für's erste nicht weiter zu denken sondern nur zu funktionieren. Selbstmitleid ist eh scheiße und für die Kerlchen will ich nicht schwarzmalen.
Da die Karteikarte Namen fordert, musste ich mir schnell eine Übergangsbezeichnung einfallen lassen: beide sind black hoodeds. Einer hat etwas mehr schwarzes Fell als der andere - voila: Dunkler und Heller.
Trotz meine Diagnose einer schweren eitrigen Innenohrentzündung, wahlweise auch ein riesiger Tumor, bekam Dunkler zunächst eine Ohrenspülung und Surolan. Ich soll ihn über das Wochenende beobachten. Evtl. lag nur eine Verschmutzung vor.
Heller hat von mir eine ähnlich finale Diagnose bekommen, der Arzt rät aber zunächst auch hier zur Beobachtung. Abszess, Tumor oder (Zungenboden?)Drüsenvergrößerung stehen im Raum. Wird es größer, soll ich sofort wieder antanzen.
Dunkler und Heller sind Abgabetiere, die am Dienstag in unsere Vermittlung kamen. Am Mittwoch habe ich sie mir angeschaut. Ich suchte Tiere, die körperlich meinen Jungs ganz klar unterlegen sind und sich damit möglichst schnell unterordnen = Jungtiere ab 3 Monaten, aber möglichst unter 5-6 Monaten wegen Territorialgebahren. Die beiden haben noch ein Kindergesicht, wiegen fast die Hälfte meiner Jungs und schienen mir in dem Rahmen zu liegen. Eingepackt, mitgenommen.
Willkommen ihr zwei. Ich bete inständig, dass sich meine Befürchtungen nicht bestätigen.
Plan B wäre weiterhin, einen Tierarzt zu heiraten. Da bin ich ja nun aber nicht die erste ("da stellste dich abba ma janz weit hinten an, Schätzelein").
Ich hab also meine Neuzugänge geschnappt und habe bei orkanböigem Wetter die diesjährige Fahrradsaison eingeleitet (da wird Radeln zum Abenteuer). Einer schlackert mit dem Köpfchen und legt ein Ohr an, der andere hat einen Knoten an der Kehle. Ich könnte jetzt schreien, aber ich habe mir überlegt, für's erste nicht weiter zu denken sondern nur zu funktionieren. Selbstmitleid ist eh scheiße und für die Kerlchen will ich nicht schwarzmalen.
Da die Karteikarte Namen fordert, musste ich mir schnell eine Übergangsbezeichnung einfallen lassen: beide sind black hoodeds. Einer hat etwas mehr schwarzes Fell als der andere - voila: Dunkler und Heller.
Trotz meine Diagnose einer schweren eitrigen Innenohrentzündung, wahlweise auch ein riesiger Tumor, bekam Dunkler zunächst eine Ohrenspülung und Surolan. Ich soll ihn über das Wochenende beobachten. Evtl. lag nur eine Verschmutzung vor.
Heller hat von mir eine ähnlich finale Diagnose bekommen, der Arzt rät aber zunächst auch hier zur Beobachtung. Abszess, Tumor oder (Zungenboden?)Drüsenvergrößerung stehen im Raum. Wird es größer, soll ich sofort wieder antanzen.
Dunkler und Heller sind Abgabetiere, die am Dienstag in unsere Vermittlung kamen. Am Mittwoch habe ich sie mir angeschaut. Ich suchte Tiere, die körperlich meinen Jungs ganz klar unterlegen sind und sich damit möglichst schnell unterordnen = Jungtiere ab 3 Monaten, aber möglichst unter 5-6 Monaten wegen Territorialgebahren. Die beiden haben noch ein Kindergesicht, wiegen fast die Hälfte meiner Jungs und schienen mir in dem Rahmen zu liegen. Eingepackt, mitgenommen.
Willkommen ihr zwei. Ich bete inständig, dass sich meine Befürchtungen nicht bestätigen.
Montag, 10. Januar 2011
(Fast) alle krank
Humboldt hat eine Pumpatmung und bekommt seit letzter Woche Dienstag AB. Seit Samstag auch Freddie, weil waschechter Schnupfen -.- *seufz*
Meine drei Stooges: Humboldt, Charly, Harvey (v.l.n.r.)
Donnerstag, 23. Dezember 2010
Schockdiagnose und Feiertage
So, die Eltern wirbeln in der Küche, der große Ansturm kommt erst in einigen Stunden und ich habe endlich noch etwas Zeit und Ruhe, den Blog zu aktualisieren.
Die letzten Wochen waren ziemlich hektisch. Zudem habe ich meinen lieben Hobo verloren und der nächste Schock kam nur 2 Tage später. Charly war am Donnerstag wieder sehr schlapp. Mit Kortison war er am nächsten Tag wieder mobil, ich hatte aber die Faxen dick und bin am Samstag mit ihm zum Tierarzt, um ihn endlich röntgen zu lassen.
Die Tierärztin überlegte nun auch nicht lange, auch wenn ihre Bedenken, einen herzkranken Ratz auf die Röntgenplatte zu zwingen, mehr als berechtigt waren. Reagierte Charly schon allein beim Abhorchen panisch, war es nun ein echter Kampf, ihn für das Röntgenbild einige Sekunden ruhig zu halten. Das muss man sich mal vorstellen: ein vertrauter Mensch hält einen im Schraubstockgriff und man weiß nicht wieso und weshalb und hat einfach nur noch Angst. Er wusste sich nicht anders zu helfen und hat mir in den Daumen gebissen. Das tat mir so Leid. Es hat wahnsinnig geblutet und ich habe ihn und den Röntgentisch einigermaßen besudelt - das Bild konnte aber gemacht werden. Zum Glück beim ersten Mal. Es gab schon "Fotoshootings", wo erst das 3. Bild klappte.
Das Bild war dann auch schonungslos deutlich. Man konnte das vergrößerte Herz erkennen...und eine tumoröse Veränderung in der Lunge. BAM - das saß. "Hallöchen, ich bin das Leben. Normalerweise plätschere ich so dahin, manchmal bin ich echt lustig, manchmal aber auch richtig fies. Diesem kleinen Rattenjungen habe ich nicht nur ein krankes Herz gegeben, sondern ihn zusätzlich noch mit einem inoperablen Tumor bedacht. Grüße!"
Ich bin niedergeschlagen mit meinem Charly wieder mit nach Hause geschlurft, mit Gedanken und Medikamenten zu seiner Palliativmedizin. Alles Scheiße!
Die Weihnachtsfeiertage verbringe ich nun allein in meiner alten Heimat. Begleitet von den Horrornachrichten zu Wetter und Verkehr, habe ich meine Jungs nun doch nicht wie üblich mit zu meinen Eltern mitgenommen. Ich kann mich hervorragend um mich selbst kümmern, wenn der Bus im Straßengraben oder der Zug in einer Schneeverwehung feststeckt. Mit den Nasen im Gepäck wäre ich einfach nur hilflos. Ich war am Sonntag mit M. bei I. und M. Die zwei haben mir wie selbstverständlich angeboten, die Jungs über die Feiertage zu übernehmen. Ich bin ihnen wahnsinnig dankbar. Dort haben sie ihre Ruhe und sie werden dort über die Feiertage genauso verwöhnt wie ich hier ;) Wir werden dann alle 5 im nächsten Jahr mal wieder auf unsere schlanke Linie achten *g*. Bis dahin: fröhliche Feiertage! Ich denk an euch, Jungs.
Die letzten Wochen waren ziemlich hektisch. Zudem habe ich meinen lieben Hobo verloren und der nächste Schock kam nur 2 Tage später. Charly war am Donnerstag wieder sehr schlapp. Mit Kortison war er am nächsten Tag wieder mobil, ich hatte aber die Faxen dick und bin am Samstag mit ihm zum Tierarzt, um ihn endlich röntgen zu lassen.
Die Tierärztin überlegte nun auch nicht lange, auch wenn ihre Bedenken, einen herzkranken Ratz auf die Röntgenplatte zu zwingen, mehr als berechtigt waren. Reagierte Charly schon allein beim Abhorchen panisch, war es nun ein echter Kampf, ihn für das Röntgenbild einige Sekunden ruhig zu halten. Das muss man sich mal vorstellen: ein vertrauter Mensch hält einen im Schraubstockgriff und man weiß nicht wieso und weshalb und hat einfach nur noch Angst. Er wusste sich nicht anders zu helfen und hat mir in den Daumen gebissen. Das tat mir so Leid. Es hat wahnsinnig geblutet und ich habe ihn und den Röntgentisch einigermaßen besudelt - das Bild konnte aber gemacht werden. Zum Glück beim ersten Mal. Es gab schon "Fotoshootings", wo erst das 3. Bild klappte.
Das Bild war dann auch schonungslos deutlich. Man konnte das vergrößerte Herz erkennen...und eine tumoröse Veränderung in der Lunge. BAM - das saß. "Hallöchen, ich bin das Leben. Normalerweise plätschere ich so dahin, manchmal bin ich echt lustig, manchmal aber auch richtig fies. Diesem kleinen Rattenjungen habe ich nicht nur ein krankes Herz gegeben, sondern ihn zusätzlich noch mit einem inoperablen Tumor bedacht. Grüße!"
Ich bin niedergeschlagen mit meinem Charly wieder mit nach Hause geschlurft, mit Gedanken und Medikamenten zu seiner Palliativmedizin. Alles Scheiße!
Die Weihnachtsfeiertage verbringe ich nun allein in meiner alten Heimat. Begleitet von den Horrornachrichten zu Wetter und Verkehr, habe ich meine Jungs nun doch nicht wie üblich mit zu meinen Eltern mitgenommen. Ich kann mich hervorragend um mich selbst kümmern, wenn der Bus im Straßengraben oder der Zug in einer Schneeverwehung feststeckt. Mit den Nasen im Gepäck wäre ich einfach nur hilflos. Ich war am Sonntag mit M. bei I. und M. Die zwei haben mir wie selbstverständlich angeboten, die Jungs über die Feiertage zu übernehmen. Ich bin ihnen wahnsinnig dankbar. Dort haben sie ihre Ruhe und sie werden dort über die Feiertage genauso verwöhnt wie ich hier ;) Wir werden dann alle 5 im nächsten Jahr mal wieder auf unsere schlanke Linie achten *g*. Bis dahin: fröhliche Feiertage! Ich denk an euch, Jungs.
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